Productivity & New Work Diese drei Top-Gründer könnten die Deutschen aus der Depression befreien

Diese drei Top-Gründer könnten die Deutschen aus der Depression befreien

Die Wirtschaftsdaten in Deutschland haben alle eines gemeinsam: Der Trend zeigt nach unten. Die Stimmung ist am Boden. Oder? Es gibt eine Szene höchst erfolgreicher Gründer, die ihren Weg nach oben gehen, als könnten ihnen Miesmacher aus Politik und Wirtschaft nichts anhaben. Dies sind die spektakulärsten Beispiele.

Der Befund ist verstörend, aber nicht hoffnungslos. Er deprimiert, aber es gibt welche, die sich davon nicht anstecken lassen: Deutschland steckt in einer der hartnäckigsten Rezessionen der Nachkriegszeit. Eine miese Zahl zur wirtschaftlichen Entwicklung nach der anderen prasselt auf die Menschen ein: Die Wirtschaft schrumpft, die Inflation bleibt hoch, Mieten steigen. Aber nicht alle lassen sich davon beeindrucken. Es gibt welche, die trotzdem und gerade jetzt in die Vollen gehen. Die jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen. Die sich von der schlechten Stimmung nicht anstecken lassen, sondern Großes nicht nur im Kopf haben, sondern schon dabei sind, es umzusetzen. Drei Beispiele stehen für diese Mutmacher. Es sind große, es sind kleine Vorhaben, es sind junge, es sind alte Macher, die dahinterstehen. Sie alle eint: Sie haben das Zeug dazu, das Land zu verändern.

Doch zunächst zum Befund: Der Krieg der Ukraine hat die Deutschen kalt erwischt, als sie gerade einen Politikwechsel herbeigewählt hatten. Die Ampelkoalition war keine drei Monate im Amt, als Russland im Februar 2022 die Ukraine überfiel. Die Folge ist seither eine doppelte Belastung der Wirtschaft. Sie trägt die Folgen innenpolitischer Entscheidungen wie den Umbau des Landes in Richtung Klimaneutralität. Und sie schultert die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland, die vor allem in höheren Energiepreisen und einem zusammengebrochenen Russland-Geschäft bestehen. Und da die Ampelregierung nicht daran denkt, einen weicheren Kurs bei der Energiewende zu fahren, und sich Deutschland – jedenfalls öffentlich – nicht um ein schnelles Kriegsende durch Verhandlungen bemüht, steckt die Wirtschaft im Land im längsten Niedergang seit Gründung der Bundesrepublik.

Die Inflationsrate lag 2022 auf einem Höchststand und beträgt mit knapp 6 Prozent 2023 dreimal mehr, als sich die Bundesbank das wünscht. Durch die Decke geschossene Energiepreise sind der Treiber. Aber die Inflation trifft alle: Im abgelaufenen Jahr sind ausgerechnet die Nahrungsmittel deutlich teurer geworden, was damit zusammenhängt, dass Ernten in den wichtigen Getreideländern Ukraine und Russland knapper ausfallen, das Korn nicht rechtzeitig abtransportiert werden kann und Dünger unerschwinglich geworden ist.

Die hohe Inflationsrate führt zur Gegenreaktion der Notenbanker, die die Zinsen massiv erhöht haben. Der Effekt für den deutschen Bundeshaushalt springt ins Auge: Im Jahr 2021 betrugen die Zinsausgaben des Bundes gerade einmal 4 Milliarden Euro, im Jahr 2023 waren es geschätzt 40 Milliarden Euro –eine Verzehnfachung innerhalb von zwei Jahren. Der Immobilienmarkt ist wegen der hohen Zinsen beinahe zusammengebrochen. Es ließe sich auch sagen: Eine Blase ist geplatzt. So oder so ist es aber keine gute Nachricht.

Maschinenbauer und chemische Industrie sind die Hauptleidtragenden der Energiepreise und des zusammengebrochenen Handels mit Russland. Die Zahl der Insolvenzen nimmt seit Mitte 2023 zweistellig zu. Betroffen sind vor allem die Branchen Verkehr, Lagerei und die Baubranche. Besonders zugenommen haben Großinsolvenzen. Für 2024 erwartet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform weiter steigende Zahlen. 

Die Folgen des Krieges und der teuren Energie haben zu einem Rückgang von Konsum und Investitionen in Deutschland geführt, was sich auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auswirkt: Preisbereinigt minus 0,3 Prozent lautet die Bilanz 2023. Ob 2024 wieder ein Plus vor der Zahl steht? Die Ökonomen sind gespalten. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft bringt es auf den Punkt: „Die deutsche Wirtschaft steht vor einer Zäsur. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stark beeinträchtigt.“ Gewinner des Desasters sind die Rüstungsunternehmen, vorneweg Rheinmetall aus Düsseldorf. Der Konzern, der unter anderem am Bau der Leopard-Panzer beteiligt ist, ist im Spitzenindex der Börse, dem Dax, gelandet und hat seinen Aktienkurs 2023 um knapp 100 Prozent gesteigert.

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