Productivity & New Work Psychische Gesundheit: Gründende kämpfen mit zunehmenden mentalen Belastungen

Psychische Gesundheit: Gründende kämpfen mit zunehmenden mentalen Belastungen

Gründen ist kein Kinderspiel. Viele Gründerinnen und Gründer kennen es: Mit dem eigenen Startup kommen nicht nur finanzielle Hürden, sondern auch mentale Herausforderungen auf einen zu. Die schlechte Nachricht: Expertinnen und Experten zufolge werden diese psychischen Probleme zukünftig noch größer werden.

Mehr als sieben von zehn Gründerinnen und Gründern leiden unter psychischen Problemen. Ein hoher Erwartungsdruck an sich selbst, großer Stress durch Kundinnen und Investoren oder die Verantwortung für eigene Mitarbeitende – all das sorgt für eine hohe psychische Belastung der meisten Startup-Gründenden.

Doch dieses Problem scheint nun noch größer zu werden, als es bereits ist. Brad Svrluga, Mitbegründer des Unternehmens Primary, das in Frühphasen-Startups investiert, beschreibt die Situation folgendermaßen: „Traurigerweise, aber nicht sonderlich überraschend, haben wir das Gefühl, dass wir uns in der Anfangsphase einer noch nie dagewesenen Krise der psychischen Gesundheit von Gründern befinden“. Nicht überraschend, weil die letzten Jahre herausfordernd waren für die Startup-Szene

Ein Rückwärtstrend der Startup-Investments war zu beobachten. Viele Gründerinnen und Gründer haben deshalb bereits jetzt mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Auch die allgemeine wirtschaftliche Lage hinterließ ihre Spuren im Startup-Ökosystem und hat viele junge Teams in die Insolvenz gezwungen. Gleichzeitig war Remote Work an der Tagesordnung, während ein Krieg in Europa herrschte.

All das hat sich auf die Startup-Branche ausgewirkt und so auch die mentalen Herausforderungen erhöht. „Wir erleben, dass Gründer einem noch nie dagewesenen Stress ausgesetzt sind. Und da sich die Kapitalmärkte 2024 wahrscheinlich nicht bessern werden, fürchte ich, dass dieser Druck noch zunehmen wird“, so Svrluga weiter. 

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