Female Entrepreneurship Warum Frauen sich im Job mehr zutrauen sollten: Ein Blick auf die Fakten

Warum Frauen sich im Job mehr zutrauen sollten: Ein Blick auf die Fakten

Frauen und Männer starten in der Regel mit ähnlichen Qualifikationen ins Berufsleben. Dennoch herrscht oft ein Ungleichgewicht im Selbstvertrauen zwischen den Geschlechtern. Warum ist das so und welche Auswirkungen hat dies auf die Karriere?

1. Gender Pay Gap: Die Zahlen sprechen

Die Gender Pay Gap, also die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, bleibt ein Problem. In der EU verdienen Frauen durchschnittlich rund 12,7 Prozent weniger als Männer. Deutschland liegt mit 18 Prozent sogar über dem Durchschnitt, gefolgt von Österreich mit 18,8 Prozent. 

2. Gender Hours Gap: Die unsichtbare Arbeit

Neben dem Gehalt gibt es auch eine Diskrepanz bei den geleisteten Arbeitsstunden. Frauen arbeiten durchschnittlich weniger Stunden als Männer. Das Statistische Bundesamt verzeichnete hierbei im Jahr 2023, dass deutsche Arbeitnehmerinnen im Schnitt 121 Stunden pro Monat arbeiten, während ihre männlichen Kollegen auf 148 Stunden kommen. Diese Zahlen ergeben sich insbesondere daraus, dass Frauen für die Familie häufiger in Teilzeit oder in Mini-Jobs arbeiten, während Männer häufiger in Vollzeitstellen bleiben.

3. Gender Employment Gap: Mehr als nur Zahlen

Die Gender Employment Gap betrifft nicht nur die Anzahl der Beschäftigten, sondern auch die Art der Beschäftigung. Im Jahr 2023 waren in Deutschland 79,4 Prozent der Männer erwerbstätig, im Vergleich zu nur 72,1 Prozent der Frauen. Diese Kluft resultiert unter anderem aus unbezahlter Care-Arbeit, die oft von Frauen übernommen wird.

4. Selbstbewusstsein als Schlüssel

Ein starkes Selbstbewusstsein kann den Unterschied machen. Frauen, die sich selbst mehr zutrauen, neigen eher dazu, nach Gehaltserhöhungen zu fragen, sich für Beförderungen zu bewerben und ihre Ideen selbstbewusst zu vertreten. Das kann nicht nur die persönliche Karriere vorantreiben, sondern auch dazu beitragen, geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsplatz zu verringern.

5. Einander unterstützen und stärken

Es ist wichtig, ein Umfeld zu schaffen, das Frauen ermutigt und unterstützt. Durch Networking, Mentoring und die Förderung von weiblichen Führungskräften können Barrieren abgebaut und Selbstvertrauen gestärkt werden. Zusammenarbeit und Solidarität können dazu beitragen, dass Frauen sich im Berufsleben erfolgreicher fühlen und ihre Potenziale voll ausschöpfen.

Insgesamt zeigt sich, dass ein höheres Selbstbewusstsein für Frauen nicht nur persönliche Vorteile mit sich bringt, sondern auch dazu beitragen kann, strukturelle Ungleichheiten am Arbeitsplatz zu überwinden. Es ist an der Zeit, dass Frauen sich ihrer Stärken bewusst werden und die Herausforderungen im Berufsleben mit Zuversicht angehen.

Das könnte dich auch interessieren

Frauen in Führungspositionen: Warum die Frauenquote diskutiert wird und was dafür und dagegen spricht Female Entrepreneurship
Frauen in Führungspositionen: Warum die Frauenquote diskutiert wird und was dafür und dagegen spricht
Das “Broken Rung”-Phänomen: Warum die Karriereleiter für Frauen kaputt ist Female Entrepreneurship
Das “Broken Rung”-Phänomen: Warum die Karriereleiter für Frauen kaputt ist
Vom Chef zur Chefin: Wie Frauen die gläserne Decke in Fintechs durchbrechen Female Entrepreneurship
Vom Chef zur Chefin: Wie Frauen die gläserne Decke in Fintechs durchbrechen
Frauenquote in Dax-Vorständen: Stagnation und klassische Rollenverteilung halten an Female Entrepreneurship
Frauenquote in Dax-Vorständen: Stagnation und klassische Rollenverteilung halten an
Mütter wollen mehr arbeiten, Väter weniger – Der Spagat zwischen Arbeit und Kind Female Entrepreneurship
Mütter wollen mehr arbeiten, Väter weniger – Der Spagat zwischen Arbeit und Kind