Tech & Trends Musk gibt zu: Optimus kann nur Akkus sortieren

Musk gibt zu: Optimus kann nur Akkus sortieren

Elon Musk räumt ein: Der Roboter Optimus ist weit weniger fortgeschritten als versprochen. Statt 10.000 Einheiten gibt es nur wenige Prototypen, die in Teslas Fabriken „lernen“. Serienfertigung? Frühestens Ende 2026.

Elon Musk hat ein Problem mit der Realität. Jahrelang verkaufte er seinen humanoiden Roboter Optimus als Revolution der Arbeitswelt. Jetzt, im Investoren-Call zu den Quartalszahlen, kam das Geständnis: Die Maschine kann bisher vor allem eines – Akkuzellen in Kisten sortieren. Von den angekündigten 10.000 Exemplaren für 2025 fehlt jede Spur.

„Wir befinden uns immer noch in den frühen Phasen“, gab Musk laut t3n kleinlaut zu. Der Roboter sei „nicht in materieller Weise“ in den Fabriken präsent. Übersetzt: Die wenigen Exemplare, die existieren, stehen mehr rum als dass sie arbeiten. Sie „lernen“ – ein beliebtes Wort, wenn Tech-CEOs zugeben müssen, dass ihre Produkte noch nicht funktionieren.

Die Optimus-Versprechen im Reality-Check

Sommer 2024: Musk kündigt den massenhaften Einsatz von Optimus in der Produktion ab 2025 an. Die Vision: Tausende Roboter ersetzen menschliche Arbeiter, steigern die Effizienz, senken die Kosten. Ein Jahr später die Ernüchterung. Laut Electrek und anderen Medienberichten führen die Roboter „einfache Aufgaben“ aus – mehr nicht.

Das erinnert an die Präsentation im Oktober 2024, als Optimus-Roboter auf einem Tesla-Event Drinks servierten. Später stellte sich heraus: Die Maschinen wurden von Menschen ferngesteuert. Autonomie? Fehlanzeige. Auch der langjährige Projektleiter verließ Mitte 2025 das Team – ein Zeichen, das in der Tech-Welt selten Gutes bedeutet.

Die aktuelle Version 2.5 hat laut Musk Probleme mit den Händen. Erst Gen 3, geplant für Q1 2026, soll „große Upgrades“ bringen. Dann will Tesla die Serienfertigung starten – im Stammwerk Fremont, wo dafür die Produktion von Model S und Model X eingestellt wird. Ein riskanter Schachzug für ein Unternehmen, das 2025 erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnete. Der Gewinn brach um 46 Prozent ein.

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