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China verbietet Teslas Todestüren – Europa schaut zu

Während China elektrische Türgriffe ab 2027 verbietet, prüft Deutschland noch.
Shutterstock Während China elektrische Türgriffe ab 2027 verbietet, prüft Deutschland noch.
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Während China elektrische Türgriffe ab 2027 verbietet, prüft Deutschland noch. Nach tödlichen Unfällen zeigt sich: Design schlägt Sicherheit – mit fatalen Folgen für Insassen.

Ein Mann und zwei Kinder verbrennen im September 2025 in einem Tesla Model S nach einem Unfall in NRW. Ein Augenzeuge versucht verzweifelt zu helfen, scheitert aber an den versenkten Türgriffen. „Ich wollte noch Personen retten. Ich habe versucht, das Auto aufzumachen, das ging aber auch nicht“, berichtet er gegenüber Ruhr Nachrichten. Kein Einzelfall: In den USA und Deutschland häufen sich Vorfälle, bei denen Menschen in brennenden Teslas sterben, weil Retter die elektrisch verriegelten Türen nicht öffnen können. Das eigentliche Problem ist nicht der Akku-Brand – sondern ein Designfehler, den Hersteller jahrelang ignorierten.

Behörden-Ping-Pong statt Handeln

Das Kraftfahrtbundesamt untersucht nach Antrag der Staatsanwaltschaft den Türmechanismus. Ein Gutachten zum NRW-Unfall beschreibt das Versagen der automatischen Türöffnung nach dem Aufprall. Die Antwort des KBA: Tesla habe alle EU-Genehmigungen, ein Rückruf sei rechtlich nicht begründbar.

Man stehe mit anderen Behörden in Kontakt und wolle eine Anpassung der Regelungen initiieren. Übersetzung: Niemand fühlt sich zuständig, alle verweisen auf EU-Normen aus den Niederlanden. Wie lange das dauert und wie viele Menschen bis dahin sterben – offen.

Design vor Sicherheit: Das Aerodynamik-Dilemma

Versenkte Türgriffe sind längst kein Tesla-Alleinstellungsmerkmal mehr. Viele Hersteller setzen auf die Technologie – für bessere Aerodynamik, weniger Verbrauch, niedrigere CO2-Werte. Das Problem: Die elektrische Verriegelung funktioniert ohne Strom nicht mehr. Der Türöffner im Innenraum ist oft nur eine Taste, kein mechanischer Hebel.

Portrait Uli Weißgerber

Uli Weißgerber

Seit über 25 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Medien, Marketing und Technologie. Stationen? Sport1, ProSiebenSat.1, Bertelsmann – er war beim Start von Sport1.de dabei hat unter anderem die erste Affiliate-Kampagne in Polen ausgerollt hat. Später hat er mit getperformance das erste TV-Performance-Tracking entwickelt und Marken wie Trivago ins Fernsehen katapultiert. Als Gesellschafter von Promipool wurde er Publisher und baute ein starkes, unabhängiges Content-Portfolio auf. Heute bringt er mit seinem Team und Partnern eigene, komplexe KI-Workflow-Lösungen in Verlage und Agenturen, die mehr können als Buzzwords – unter anderem steuern sie die komplette digitale Plattform von Business-Punk.com.