Business & Beyond Erster Billionär, erster Ex-Billionär: Elon Musk verliert 118 Milliarden Dollar durch SpaceX-Crash

Erster Billionär, erster Ex-Billionär: Elon Musk verliert 118 Milliarden Dollar durch SpaceX-Crash

Elon Musk verliert 118 Milliarden Dollar in wenigen Tagen. Der SpaceX-Börsengang entpuppt sich als Achterbahnfahrt – und zeigt, wie fragil Tech-Vermögen wirklich ist.

Der exklusivste Club der Finanzwelt hat sein einziges Mitglied verloren. Elon Musk rutschte unter die Billionen-Dollar-Marke – nur Tage nachdem er als erster Mensch überhaupt diese Schwelle durchbrach. Der Grund: SpaceX-Aktien stürzen ab, und mit ihnen 118 Milliarden Dollar von Musks Vermögen. Was bleibt, sind 957 Milliarden Dollar laut Spiegel und die Erkenntnis, dass Tech-Reichtum vor allem eines ist: volatil.

Der schnellste Aufstieg – und Fall

Mitte Juni schrieb Musk Finanzgeschichte. Der Börsengang von SpaceX katapultierte sein Vermögen auf 1,3 Billionen Dollar. Die Aktie explodierte nach dem Handelsstart am 12. Juni um 67 Prozent – von 135 Dollar auf 225 Dollar. Dann kam der Absturz: 35 Prozent Verlust in wenigen Tagen. Aktuell notiert die Aktie bei 163 Dollar, knapp über dem Ausgabepreis.

SpaceX hat laut n-tv über 600 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt. Musks Vermögen besteht zu 40 Prozent aus SpaceX-Anteilen – bei einer Marktkapitalisierung von zwei Billionen Dollar entspricht das 800 Milliarden Dollar. Der Rest steckt in Tesla-Aktien und Optionen. Alles Papier, nichts Bargeld. Und Papier brennt schnell.

Warum Tech-Aktien unter Druck stehen

Der SpaceX-Crash ist kein Einzelfall. Die US-Notenbank Federal Reserve signalisiert Zinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung – Gift für hoch bewertete Tech-Konzerne. Steigende Zinsen drücken den Gegenwartswert künftiger Gewinne und verteuern Investitionen. Optionshändler positionieren sich bereits für weitere Verluste.

Analysten halten es für wahrscheinlich, dass SpaceX bis Mitte September unter den Ausgabepreis von 135 Dollar fällt. Parallel dazu könnten Indexaufnahmen für Bewegung sorgen. Die Aufnahme in die Russell-Indizes könnte passive Investoren mit 2,7 Milliarden Dollar Zuflüssen bringen. Im Juli folgt möglicherweise der Nasdaq-100. Gleichzeitig enden Haltefristen für frühe Investoren – Verkaufsdruck droht ab Ende Juli.

Die Billionen-Illusion

Musk bleibt mit 957 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. Larry Page und Sergey Brin folgen mit 297 und 276 Milliarden Dollar – Hunderte Milliarden Abstand. Trotzdem zeigt der Fall, wie fragil Tech-Vermögen ist. 118 Milliarden Dollar Verlust in wenigen Tagen – mehr als die Jahresumsätze vieler Großkonzerne.

Die Billionen-Marke kann Musk zurückerobern. Den Titel des ersten Billionärs der Geschichte behält er. Aber auch den des ersten Ex-Billionärs. Was der Absturz wirklich zeigt: Die Wall Street hat Musk jeden Wunsch erfüllt – und Anleger sitzen jetzt auf dem Risiko.

Business Punk Check

Der SpaceX-Börsengang war ein Lehrstück in Hype-Mechanik. Die Wall Street warf Musk 1,3 Billionen Dollar hinterher, ohne mit der Wimper zu zucken. Jetzt zahlen Anleger die Rechnung. Die Wahrheit: Musks Vermögen war nie liquide, nie real verfügbar – nur eine Zahl auf dem Bildschirm, abhängig von Börsenstimmungen und Zinserwartungen. Was bedeutet das für Entscheider? Tech-Bewertungen sind Glaubensfragen, keine Fundamentaldaten.

SpaceX verlor 600 Milliarden Dollar Börsenwert, ohne dass sich am Geschäftsmodell etwas änderte. Die Federal Reserve dreht am Zins-Rad, und plötzlich ist die Zukunft weniger wert. Wer jetzt in Tech-IPOs einsteigt, sollte Volatilität aushalten können – oder die Finger davonlassen. Die provokante These: Musks Billionen-Status war ein PR-Gag, kein ökonomischer Meilenstein. Vermögen, das in Tagen um 12 Prozent schrumpft, ist kein Vermögen – es ist ein Wettschein. Early Adopters sollten auf Indexaufnahmen spekulieren, Risikoscheue warten ab, bis sich der Staub legt. Denn eines ist sicher: Die nächste Achterbahnfahrt kommt bestimmt.

Quellen: Bild, n-tv, Spiegel

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