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Tech-Milliardäre: KI-Boom beschert Musk & Co. massiven 845 Mrd. Dollar Vermögenszuwachs

Statue von Elon Musk.
Unsplash Statue von Elon Musk.
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Elon Musk gewinnt 310 Mrd. Dollar, Larry Ellison verliert 196 Mrd.: Der Bloomberg Billionaires Index zeigt, wie der KI-Boom 2026 Vermögen radikal umverteilt.

Elon Musk hat sein Vermögen zwischen Januar und September 2026 um 310 Mrd. Dollar gesteigert, nach der Fusion von SpaceX mit xAI und dem Börsengang von SpaceX war er kurzzeitig der erste Billionär der Geschichte. Das ist die spektakulärste Einzelzahl in einer Entwicklung, die demnach unter Berufung auf den Bloomberg Billionaires Index die Vermögensverteilung der Welt neu sortiert: Tech-Milliardäre legten in den ersten neun Monaten des Jahres zusammen 845 Mrd. Dollar zu, während alle anderen Milliardäre in Summe 62 Mrd. Dollar verloren. Musks Zuwachs allein entspricht damit etwa 40 Prozent des gesamten Vermögensgewinns der Top 500 der Welt.

Musk gewinnt, Ellison verliert

Der Kontrast innerhalb der Tech-Elite selbst ist auffällig. Während Musk profitiert, hat Oracle-Gründer Larry Ellison binnen eines Jahres 196 Mrd. Dollar verloren, nachdem er im September 2025 kurzzeitig reichster Mensch der Welt gewesen war. Investoren sorgen sich demnach um Oracles schuldenfinanzierte Investitionen in KI-Infrastruktur, die Preise für Kreditausfallversicherungen auf Oracle-Anleihen liegen nahe ihrem Rekordhoch. Schon im Frühjahr hatte der Investitionsdruck Oracle zum Abbau tausender Stellen bewogen.

Michael Dell dagegen profitiert vom Rechenzentrumsgeschäft, sein Vermögen stieg um 81 Prozent auf 254 Mrd. Mark Zuckerberg gewann 23 Mrd. Dollar hinzu, nachdem die Meta-Aktie im September nach dem Start des KI-Assistenten Muse um 27 Prozent gestiegen war. Die beiden Fälle Musk und Ellison zeigen, dass dieselbe KI-Wette je nach Kapitalstruktur und Geschäftsmodell in entgegengesetzte Richtungen ausschlagen kann: Eigenkapitalgetriebenes Wachstum auf der einen Seite, schuldenfinanzierte Infrastrukturwetten auf der anderen.

Konzentration erreicht neue Dimension

Rund 100 Tech-Vermögen summieren sich inzwischen auf 4,6 Billionen Dollar, das entspricht 36 Prozent des Vermögens der 500 reichsten Menschen der Welt, obwohl Tech-Unternehmer nur etwa ein Fünftel dieser Gruppe stellen. Neun der zehn Reichsten verdanken ihr Vermögen US-Tech-Konzernen. Auch entlang der Lieferkette entstehen neue Fortunen, etwa beim taiwanischen Server-Zulieferer King Slide, dessen Gründer Lin Tsung-chi neu im Milliardärsklub ist.

Das zeigt, dass der KI-Boom nicht nur die großen Plattformkonzerne begünstigt, sondern auch Zulieferer in der Hardware-Kette profitieren lässt. Die Party hat sich allerdings zuletzt abgekühlt: Das Vermögen der 500 Reichsten erreichte Mitte Juni mit 13,4 Billionen Dollar seinen Höchststand und ist seitdem um 6 Prozent auf 12,6 Billionen Dollar gesunken, ein Hinweis darauf, dass auch die Gewinner des Booms nicht gegen Kursschwankungen immun sind.

Politik diskutiert Vermögenssteuer

Die Konzentration von Reichtum ruft inzwischen die Politik auf den Plan. In Kalifornien stimmen die Wähler im November über eine Vermögenssteuer für Milliardäre ab, ähnliche Modelle wurden auch in Washington, New York, Illinois und Rhode Island diskutiert.

UBS-Ökonom James Mazeau weist demnach darauf hin, dass viele der größten Vermögen relativ jungen Tech-Unternehmern gehören, deren Reichtum sich noch Jahrzehnte lang vermehren könnte. Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Konzentration kein kurzfristiger Ausreißer ist, sondern strukturell angelegt sein könnte und politische Debatten über Jahre begleiten dürfte.

Auf einen Blick

  • Tech-Milliardäre legten in den ersten neun Monaten 2026 zusammen 845 Mrd. Dollar zu, alle übrigen Milliardäre verloren 62 Mrd. Dollar.
  • Elon Musk gewann 310 Mrd. Dollar und wurde nach der SpaceX-xAI-Fusion kurzzeitig erster Billionär der Geschichte, während Larry Ellison binnen eines Jahres 196 Mrd. Dollar verlor.
  • Rund 100 Tech-Vermögen summieren sich auf 4,6 Billionen Dollar, das sind 36 Prozent des Vermögens der 500 reichsten Menschen weltweit.
  • Kalifornien stimmt im November über eine Vermögenssteuer für Milliardäre ab, ähnliche Vorschläge gibt es in Washington, New York, Illinois und Rhode Island.

Quellen: Trendingtopics, KI-unterstützt

Portrait Uli Weißgerber

Uli Weißgerber

Seit über 25 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Medien, Marketing und Technologie. Stationen? Sport1, ProSiebenSat.1, Bertelsmann – er war beim Start von Sport1.de dabei hat unter anderem die erste Affiliate-Kampagne in Polen ausgerollt hat. Später hat er mit getperformance das erste TV-Performance-Tracking entwickelt und Marken wie Trivago ins Fernsehen katapultiert. Als Gesellschafter von Promipool wurde er Publisher und baute ein starkes, unabhängiges Content-Portfolio auf. Heute bringt er mit seinem Team und Partnern eigene, komplexe KI-Workflow-Lösungen in Verlage und Agenturen, die mehr können als Buzzwords – unter anderem steuern sie die komplette digitale Plattform von Business-Punk.com.