Brand & Brilliance Live, laut, lukrativ: Wie Live-Shopping wie auf Whatnot den E-Commerce verändert 

Live, laut, lukrativ: Wie Live-Shopping wie auf Whatnot den E-Commerce verändert 

Live-Shopping klingt schnell nach Buzzword. Nach Creator Economy oder Entertainment-Commerce. Und natürlich nach Teleshopping. 

Schließlich steht da jemand vor der Kamera und verkauft Dinge. Nur läuft hier kein Dauerlächeln durchs TV-Studio, sondern ein Sneakerhändler, Lego-Profi oder eine Verkäuferin mit Secondhand-Designertaschen vor dem Smartphone. Seller gehen live, Käufer stellen Fragen, bieten mit oder kaufen direkt. Kein Warenkorb im Vakuum, sondern Handel mit Gesicht. 

Der Vergleich mit Teleshopping liegt nahe. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon“, sagt Isabell Weiser, General Manager von Whatnot in Deutschland. Whatnot ist kein einzelner Kanal, sondern eine der führenden Live-Shopping-Plattformen in Europa und den USA mit tausenden Verkäufern. Keine glattgebügelten Hosts, sondern Unternehmerinnen, Sammler und Händler, die ihre Produkte kennen. Statt Frontalverkauf gibt es Echtzeit-Austausch. Statt Produktseite: Chat, Community, Show. 

Der Checkout bekommt wieder ein Gesicht 

E-Commerce wurde lange auf Effizienz getrimmt: suchen, klicken, liefern lassen. Das funktioniert. Aber es reduziert Shopping auf eine Transaktion. Was verloren ging, war das, was Einkaufen früher immer auch war: Begegnung. Orte, an denen man fragte, fachsimpelte und vertraute. 

Shopping war immer etwas Soziales“, sagt Weiser. „Der klassische Onlinehandel hat dieses Erlebnis weitgehend entfernt. Live-Shopping bringt den sozialen Aspekt zurück.“ Deutsche Nutzer verbringen im Schnitt 86 Minuten pro Tag auf Whatnot. Für 44 Prozent ist die Interaktion mit leidenschaftlichen Verkäufern der wichtigste Grund, die Plattform zu nutzen. 

Auf Whatnot verkauft sich nicht nur das Produkt, sondern auch die Person davor. Qualität und Preis müssen stimmen. Aber wer wiederkommt, kommt oft wegen Vertrauen und Expertise. 

Aus Streams werden kleine Unternehmen 

Für Verkäufer ist das längst mehr als ein Nebenkanal. 93 Prozent der deutschen Seller sehen Whatnot als wichtigsten oder bevorzugten Vertriebskanal. „Dahinter stehen echte Unternehmergeschichten“, sagt Weiser. Geschichten von Sellern, die mit wenigen Hundert Euro Kapital ein sechsstelliges Business aufbauen sind keine Seltenheit mehr. 

Besonders stark sind Trading Cards und Sports Cards. Von dort arbeitet sich Whatnot in den Mainstream vor: Sneakers, Luxustaschen, Women’s Fashion, Beauty, Elektronik. Deutsche Käufer bestellen fast 30 Paar Sneaker pro Stunde über die Plattform. 

Live-Commerce ist nicht einfach Teleshopping 2.0. Es ist die Gegenbewegung zum sterilen Checkout. Der Algorithmus kann Produkte ausspielen. Der Stream liefert den Grund, wiederzukommen. 

Das könnte dich auch interessieren