Business & Beyond Machtspiele und Medienversagen: Wie Bidens Gesundheit zum Staatsgeheimnis wurde

Machtspiele und Medienversagen: Wie Bidens Gesundheit zum Staatsgeheimnis wurde

Körperlicher Verfall als Staatsgeheimnis

Besonders brisant: Bidens körperlicher Zustand soll intern so besorgniserregend gewesen sein, dass sogar über einen Rollstuhl diskutiert worden sein soll. Die Öffentlichkeit bekam davon nichts mit. Selbst seine Familie versuchte, den Präsidenten zu schützen. Bei einem Irland-Besuch 2023 soll Sohn Hunter gemahnt haben: „Du hast versprochen, dass du ein Nickerchen machen würdest. Du weißt, dass du das alles nicht schaffen kannst.“

Die jüngste Krebsdiagnose des Ex-Präsidenten – ein „aggressiver“ Prostatakrebs mit Knochenmetastasen – wirft rückblickend weitere Fragen auf. Wann genau begannen die gesundheitlichen Probleme? Wurden medizinische Fakten bewusst zurückgehalten?

Der Fall Biden steht in einer langen Tradition politischer Gesundheitsvertuschungen. John F. Kennedy litt zeitlebens unter schweren Rückenschmerzen und trug oft eine stabilisierende Schiene unter der Kleidung – ein gut gehütetes Staatsgeheimnis. In Deutschland verschwieg die Presse jahrelang Willy Brandts Depressionen, die ihn phasenweise regierungsunfähig machten.

Die gefährliche Nähe zur Macht

Das Grundproblem: Zu viele Medien suchen die Nähe zur Macht, statt kritische Distanz zu wahren. Sie fürchten den Verlust von Privilegien – exklusive Interviews, Hintergrundgespräche, Steuervorteile. Diese Abhängigkeit macht anfällig für Manipulation und führt zu einer Art freiwilliger Selbstzensur.

Im Fall Biden kam hinzu, dass viele Medien Trump als das größere Übel betrachteten und daher bereit waren, über Bidens offensichtliche Defizite hinwegzusehen. Eine fatale Abwägung, die das Vertrauen in den Journalismus nachhaltig beschädigt.

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