Business & Beyond „Daddy“ Trump in Davos: Die irrste Rede des Jahres 2026 zerlegt

„Daddy“ Trump in Davos: Die irrste Rede des Jahres 2026 zerlegt

Manchmal schreibt das Leben die besten Satiren, und manchmal übernimmt das einfach Donald Trump. Der 47. Präsident der USA ist zurück im Schweizer Schnee, und er hat Geschenke mitgebracht: 45 Minuten pures, unfiltriertes Ego.

Was die Weltelite in Davos erleben durfte, war kein Vortrag zur Weltlage. Es war ein 45-minütiger historischer Monolog darüber, wie unfassbar geil alles ist, seit Donald wieder im Oval Office sitzt. Wer dachte, die Realität sei ein festes Konzept, wurde enttäuscht. Trump hat die Realität nicht nur gebogen, er hat sie in einen Mixer geworfen, mit etwas Orangen-Gatorade püriert und als Wirtschaftswunder verkauft.

Wir haben uns durch das Transkript gequält (Gern geschehen!) und präsentieren die Highlights aus dem Fiebertraum.

Das Wirtschaftswunder: Mathe war gestern

Laut Trump sind die USA nicht mehr nur ein Land, sondern das „heißeste Land der Welt“. Und die Zahlen? Die sind nicht von dieser Welt.

Trump behauptet allen Ernstes, durch seine Politik seien „89 Billionen Dollar“ in die Ersparnisse der Bürger geflossen. Kurze Einordnung: Das ist fast das gesamte Bruttoinlandsprodukt des Planeten Erde. Aber wer braucht schon globale Ökonomie, wenn man Trumponomics hat?

Wie er das geschafft hat? Durch Kahlschlag. Er wollte eigentlich für jedes neue Gesetz zehn alte streichen. Aber weil er so fleißig ist, hat er „129 Gesetze gestrichen für jedes neue Gesetz“. Das bedeutet effektiv: In den USA gelten vermutlich nur noch das Recht des Stärkeren und die Schwerkraft (und letzteres auch nur auf Bewährung).

Energiepolitik: China lacht sich kaputt & AKWs vom Drive-In

Der vielleicht schönste Moment der Rede war Trumps Exkurs zur Windkraft. Er hat nämlich das Geheimnis gelüftet: China baut Windmühlen, nutzt sie aber nicht! „Ich habe noch keine Windkraftwerke in China gesehen“, rief der Präsident. Seine Theorie: Die Chinesen verkaufen die Dinger nur an „dumme Leute“ (Hallo, Deutschland!), damit wir pleitegehen, während China heimlich Kohle verbrennt und sich ins Fäustchen lacht.

Trumps Lösung für die USA? Atomkraft. Aber nicht diese langsame, bürokratische Atomkraft. Nein, Trump-Atomkraft. Er hat Investoren gesagt, sie kriegen die Baugenehmigung in „zwei Wochen“. Zwei. Wochen. In Deutschland braucht man zwei Wochen, um einen Termin beim Bürgeramt zu stornieren. In Trumps Amerika gießt man in der Zeit das Fundament für einen Reaktor. Physik ist schließlich auch nur eine Meinung.

Geopolitik: „Daddy“ kauft ein Stück Eis

Außenpolitisch gab es zwei große Themen: Erpressung und Immobilien. Zum einen hat Trump Emmanuel Macron an die Wand gespielt. Er drohte mit 125 % Zoll auf Champagner, wenn Frankreich die Medikamentenpreise nicht verdreifacht. Macron knickte natürlich sofort ein, wahrscheinlich aus Angst, Trump würde sonst den Eiffelturm kaufen und vergolden lassen.

Und dann war da Grönland. Oder wie Trump es nennt: „Ein großes, schönes Stück Eis“. Er ist immer noch sauer, dass die USA es nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgegeben haben („Wir waren dumm“). Jetzt will er es wiederhaben, um dort einen „Goldenen Dom“ zu bauen – einen Schutzschirm, größer als alles bisher Dagewesene.

Warum Island ihn liebt? Laut Trump nannte ihn dort ein sehr kluger Mann „Daddy“. Sigmund Freud würde an dieser Stelle seinen Block zücken und sehr lange schweigen.

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