Business & Beyond Trump und „the art of the deal“

Trump und „the art of the deal“

Der US-Präsident hat in seiner „Bibel“ genau beschrieben, wie er vorgeht. Seine Drehungen und Wendungen im Zollstreit passen dazu.

Der alte Dealer: Donald Trump war Freitag morgen aufgestanden und hatte als erstes mal eine Nachricht über seinen eigenen Social Media-Dienst abgesetzt. Die ging so: „Die Europäische Union, die in erster Linie gegründet wurde, um die USA auszunutzen, ist sehr schwierig zu handhaben“, schreibt der Präsident. „Unsere Gespräche mit ihnen führen zu nichts.“ 

Deswegen plädierte er für Zölle von 50 Prozent auf Waren aus der Europäischen Union ab dem 1. Juni. Er packte dann noch seine schon bekannte Leier über „mächtige Handelsbarrieren, Mehrwertsteuern und absurde Unternehmensstrafen“ aus. Die Börse zuckte, deutsche und europäische Aktienindices rauschten nach unten, und natürlich waren auch Anleger in US-Werte nervös.

Heute ist alles wieder gut. Für die nächsten 30 tage passiert erstmal nichts. Es wird doch weiterverhandelt ist das Ergebnis einiger Telefonate vom Wochenende unter anderem auch zwischen Ursula von der Leyen und Trump.Was wir endlich lernen können: Legen wir die Worte dieses US-Präsident nicht ständig auf die Goldwaage. Der einzige Maßstab, den er bisher einhält, ist, nichts zu machen, was den Interessen seines Landes dauerhaft schadet. Seine Bibel heißt wie sein eigenes Buch: „The art of the deal“. Zitat daraus: „Ich setze mir sehr hohe Ziele und dann arbeite ich einfach weiter und weiter und weiter, bis ich das erreicht habe, was ich will.“ Trump will vorteilhaftere Handelsbedingungen für die USA. Daran arbeitet er. Er wird keinen Deal unterschreiben, der sein Land in eine wirtschaftliche Kernschmelze katapultiert, sondern er wird weiterarbeiten.

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