Deluxe & Destinations Google Easter-Egg zum Christopher Street Day 2023

Google Easter-Egg zum Christopher Street Day 2023

Der Christopher Street Day (CSD) ist mittlerweile im Mainstream angekommen. In den Sommermonaten von Juni bis August finden in ganz Deutschland CSDs statt. Heute bedeutet CSD bunte Paraden, Wägen mir Markenbotschafter:innen und viel Musik. Die erste Version eines CSDs war hingegen ein Protest. Um die Ursprünge des Christopher-Street-Days und den 28.06.1969 zu feiern, hat sich Google ein Easter Egg überlegt.

So wird dein Bildschirm bunt

Einfach „Christopher Street Day“ in die Suchleiste eintippen und schon regnet es buntes Konfetti auf dem Bildschirm. Außerdem erscheinen am unteren Bildschirmrand Hände, die verschiedene Flaggen der LSBTQIA+-Community (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, trans, Queer, Inter, Asexuell und Weitere) halten.

Außerdem erscheint ein Flaggen-Icon, dass immer wieder angeklickt werden kann. Durch Zufall werden so verschiedene Flaggen hochgespielt, um unterschiedliche Teile der Community zu repräsentieren.

Wir haben einige Flaggen und deren Bedeutung für euch zusammengestellt:

Vom Protest zur Parade?

Am Morgen des 28. Juni 1969 wurde eine Razzia durch die Polizei im Stonewall Inn, in der Christopher Street, in New York City durchgeführt. Das Stonewall Inn ist eine bekannte Schwulenbar, in der damals auch Drag Queens Zugang hatten, heißt es auf History. In den 1960ern waren Razzien in Schwulenbars nichts ungewöhnliches. Sie führten jedoch zur weiteren Stigmatisierung und Diskriminierung verschiedener sexueller und Geschlechterorientierungen.

An diesem Morgen im Juni schwappte die Wut auf die Polizei und die Unterdrückung durch den Staat über. Menschen versammelten sich auf der Straßen vor dem Stone Wall Inn und es kam zu Ausschreitungen. Die Bundeszentrale für Politische Bildung gibt an, dass die Ausschreitungen fünf Tage dauerten.

Kampf um Akzeptanz

Unter den Gäst:innen des Stonewall Inns waren nicht nur schwule Männer. Drag Queens und Kings, Lesben, trans* Menschen, Schwarze und Latinos waren Teil der Aufstände und kämpften für ihre Rechte. Das ist wichtig zu vermerken, da diese Menschen teilweise von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind. Beispielsweise ist eine Schwarze Lesbe, sowohl von Queerfeindlichkeit, als auch von Rassismus betroffen.

Übrigens: Homosexualität war auch lange in Deutschland illegal. Im Paragraph 175 Strafgesetzbuch (StGB) wurden gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe gestellt. Dieser Paragraph wurde erst am 11. Juni 1994 gestrichen.

Homosexualität immer noch unter Todesstrafe

Der Lesben- und Schwulenverband gibt an, dass in 66 Staaten Homosexualität heute noch strafrechtlich verfolgt wird. In 12 Ländern droht Homosexuellen sogar die Todesstrafe. Jüngst sorgte die Verabschiedung eines Gesetztes in Uganda für aufsehen. Hier wird „schwere Homosexualität“ unter Todesstrafe gestellt. Gemeint sind HIV infizierte Personen und sexuelle Beziehungen mit Minderjährigen oder als gefährdet eingestufte Personen, heißt es laut tagesschau.de.

Wer sich weiter über queere Lebensrealitäten informieren will, oder eine neue Serie zum Binge-Watchen braucht, findet hier eine passende Liste.

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