Deluxe & Destinations Resturlaub: So lange darf er wirklich genommen werden!

Resturlaub: So lange darf er wirklich genommen werden!

Ausnahmen: Wenn der Resturlaub länger gültig ist

Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahr 2019 hat die Spielregeln geändert. Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, ihre Mitarbeitenden darauf hinzuweisen, den Urlaub rechtzeitig zu nehmen. Wird diese Mitwirkungspflicht nicht erfüllt, verfällt der Urlaub nicht automatisch. Das bedeutet, dass die Frist bis zum 31. März nicht gilt, wenn der Arbeitgeber seine Mitarbeitenden nicht ausreichend informiert hat. In besonderen Fällen, wie bei betrieblicher Notwendigkeit oder Arbeitsunfähigkeit, kann die Frist sogar bis zum 31. Mai verlängert werden.

EuGH stärkt Arbeitnehmerrechte

Im September 2022 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Rechte der Arbeitnehmer:innen weiter gestärkt. In Deutschland gibt es eine dreijährige Verfallsfrist für Resturlaub. Doch der EuGH hat klargestellt, dass dieser Anspruch nicht automatisch nach drei Jahren verfällt, wenn der Arbeitgeber nicht vorher darauf hingewiesen hat. Diese Entscheidung wurde von den höchsten deutschen Arbeitsrichter:innen in Erfurt umgesetzt. Besonders bei Langzeiterkrankungen verlieren Arbeitnehmer:innen ihren Urlaubsanspruch nicht, wenn der Arbeitgeber seine Informationspflicht verletzt hat.

Resturlaub bei Kündigung

Was passiert mit dem Resturlaub, wenn das Arbeitsverhältnis endet? Hier gibt es eine klare Regelung: Resturlaub verfällt nicht einfach. Tobias Werner, Fachanwalt für Arbeitsrecht, erklärt gegenüber dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“, dass der Arbeitgeber in solchen Fällen zur Urlaubsabgeltung verpflichtet ist. Das bedeutet, dass der Resturlaub in Geld umgewandelt und ausgezahlt werden muss. Arbeitnehmer:innen müssen also keine Angst haben, dass sie ihren Urlaub verlieren, wenn sie das Unternehmen verlassen.

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