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China verbietet Teslas Todestüren – Europa schaut zu

Während China elektrische Türgriffe ab 2027 verbietet, prüft Deutschland noch.
Shutterstock Während China elektrische Türgriffe ab 2027 verbietet, prüft Deutschland noch.
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Mechanische Notentriegelungen existieren zwar, sind aber versteckt und nicht intuitiv bedienbar. Für Passagiere in Taxis oder Mietwagen eine tödliche Falle. Bei einem Brand bleiben wenige Sekunden, bevor giftige Gase Menschen bewusstlos machen – Zeit für Bedienungsanleitungen gibt es nicht.

China macht Ernst, Europa diskutiert

Während deutsche Behörden prüfen und EU-Gremien tagen, handelt China. Ab Januar 2027 sind versenkte, elektrisch betätigte Türgriffe für alle Neufahrzeuge verboten. Bereits genehmigte Modelle müssen Hersteller bis 2029 umrüsten.

Die chinesische Regierung sieht offenbar ein größeres Problem als europäische Zulassungsstellen – und zieht Konsequenzen. Der Kontrast könnte deutlicher nicht sein: Während Peking Sicherheit über Design stellt, versteckt sich Europa hinter Typgenehmigungen und Zuständigkeitsfragen. Das erinnert an das „Schlüssel-Gate“ bei General Motors, wo es Jahre dauerte, bis ein tödlicher Designfehler behoben wurde.

Business Punk Check

Hier entlarvt sich die ganze Absurdität europäischer Regulierung: Während China innerhalb von zwei Jahren eine Branche zur Umrüstung zwingt, verstecken sich deutsche Behörden hinter EU-Typgenehmigungen und Zuständigkeitsfragen. Tesla und andere Hersteller verkaufen seit Jahren Fahrzeuge mit einer Technologie, die im Ernstfall zur Todesfalle wird – rechtlich einwandfrei. Das Problem ist nicht neu: Der ADAC warnt seit Einführung der versenkten Türgriffe vor Sicherheitsrisiken. Passiert ist nichts. Die bittere Wahrheit: Design und Aerodynamik wiegen schwerer als Menschenleben.

Versenkte Türgriffe senken den Luftwiderstand um wenige Prozentpunkte, verbessern CO2-Werte und erfüllen Flottengrenzwerte. Für Hersteller ein Gewinn, für Insassen ein Risiko. Mechanische Notentriegelungen sind Feigenblätter – versteckt, nicht intuitiv, für Passagiere oft unerreichbar. In Sekundenschnelle entwickeln Brände giftige Gase, die Menschen bewusstlos machen. Zeit für Bedienungsanleitungen gibt es nicht. China demonstriert, wie Regulierung funktioniert, wenn politischer Wille existiert. Europa diskutiert, während Menschen sterben. Für Autokäufer bleibt nur die Eigenverantwortung: Vor dem Kauf testen, ob Türen mechanisch öffnen lassen. Bei Mietwagen und Taxis sofort nach Notentriegelungen suchen. Und politischen Druck aufbauen – denn die Industrie ändert nichts freiwillig.

Portrait Uli Weißgerber

Uli Weißgerber

Seit über 25 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Medien, Marketing und Technologie. Stationen? Sport1, ProSiebenSat.1, Bertelsmann – er war beim Start von Sport1.de dabei hat unter anderem die erste Affiliate-Kampagne in Polen ausgerollt hat. Später hat er mit getperformance das erste TV-Performance-Tracking entwickelt und Marken wie Trivago ins Fernsehen katapultiert. Als Gesellschafter von Promipool wurde er Publisher und baute ein starkes, unabhängiges Content-Portfolio auf. Heute bringt er mit seinem Team und Partnern eigene, komplexe KI-Workflow-Lösungen in Verlage und Agenturen, die mehr können als Buzzwords – unter anderem steuern sie die komplette digitale Plattform von Business-Punk.com.