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DrivingBench: GPT-6 Astra fährt Corolla, aber nur im Schritttempo

Corolla mit comma.ai-Technik fährt selbstständig durch Pylonenparcours, Mensch überwacht Notbremse
BP | KI-generiert mit ChatGPT KI am Steuer: Corolla im Pylonentest
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Aktualisiert
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Wichtig bleibt die Einordnung: Die Bezeichnungen der Modelle stammen aus einem einzelnen, unabhängig nicht standardisierten Projekt und ersetzen keinen allgemeinen Modellvergleich. Jedes Modell wurde außerdem im selben Gesprächskontext getestet, mit eingeschränktem Kamerablickfeld und bewusst vorsichtig kalibrierter Lenkung, ein Setup, das Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit einschränkt. Die Entwickler selbst veröffentlichten Videos, Protokolle und den Code auf GitHub und betonen ausdrücklich, dass ihr Projekt Forschungssoftware ist, keine validierte Sicherheitsstudie.

Warum das kein Verkehrstest ist

Genau hier setzt die Kritik an. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA betont, dass Demonstrationen automatisierter Fahrsysteme keine systematische Sicherheitsbewertung ersetzen; Sicherheitsmängel würden erst durch Untersuchungs- und Rückrufverfahren im realen Betrieb sichtbar.

Auch die UNECE-Arbeitsgruppe WP.29 verlangt für automatisierte Fahrsysteme ein Sicherheitsmanagement über den gesamten Lebenszyklus, mit klar begrenztem Einsatzbereich und laufender Überwachung, statt punktueller Vorführungen auf einem Parkplatz. Ein Kegelparcours bei Schrittgeschwindigkeit bildet weder dichten Verkehr noch Fußgänger, Wetter, komplexe Vorfahrtsregeln oder seltene Gefahrensituationen ab. DrivingBench selbst bezeichnet sich als Forschungssoftware ohne Verbindung zu comma.ai, Toyota oder den beteiligten KI-Anbietern und macht damit selbst keinen Anspruch auf Praxistauglichkeit.

Business Punk Check

Der belegte Fakt ist unspektakulär: Ein Sprachmodell hat ein Auto in Schritttempo über einen Parkplatz gelotst, mit menschlicher Notbremse an Bord und begrenzter Aussagekraft wegen kleiner Stichprobe und fehlender Standardisierung.

Der eigentliche Erkenntniswert liegt nicht im Fahren selbst, sondern darin, dass ein Allzweckmodell ohne spezielles Training überhaupt Werkzeuge in Echtzeit koordinieren kann. Ob das jenseits viraler PR irgendeine praktische Relevanz für autonome Systeme hat, bleibt offen. Regulierer wie NHTSA und die UNECE-Arbeitsgruppe WP.29 dürften darauf mit derselben Skepsis reagieren wie auf jede andere Werbevorführung.

Auf einen Blick

  • GPT-6 Astra steuerte einen Toyota Corolla über 134,7 Meter durch einen Pylonenparcours in 5 Minuten und 22 Sekunden, im zweiten von möglichen drei Versuchen.
  • Die Steuerung erfolgte über comma.ai-Hardware und drei MCP-Werkzeuge, nicht über eine klassische autonome Fahrsoftware.
  • Claude Fable 5.1 schaffte etwa die Hälfte der Strecke, GPT-5.6 Sol und Grok 4.6 kamen kaum über die erste Kurve hinaus.
  • Regulierungsbehörden wie die NHTSA und die UNECE-Arbeitsgruppe WP.29 betonen, dass einzelne Demonstrationen keine systematische Sicherheitsbewertung im realen Verkehr ersetzen.

Quellen: Trendingtopics, KI-unterstützt

Martin Wald

Tech & Security

Martin Wald analysiert die Schnittstelle zwischen Geld, Macht und Alltag. Seine Themen reichen von Rente, Sozialstaat und Gesundheit bis zu Wirtschaft, Märkten und technologischen Umbrüchen. Er zerlegt politische Entscheidungen, Urteile und Trends auf ihre ökonomischen Folgen und macht sichtbar, wer gewinnt, wer verliert und wo Risiken liegen. Der Blick ist pragmatisch, pointiert und nutzenorientiert. Keine Wohlfühltexte, sondern Einordnung für Menschen, die verstehen wollen, wie Systeme funktionieren und was das für ihre Entscheidungen bedeutet.