AnlagePunk · Allianz

Experte empfiehlt: Patienten sollen erste 3 Krankheitstage selbst zahlen!

Prof. Bernd Raffelhüschen
Foto: picture alliance / dpa | Horst Galuschka
Erschienen
Lesezeit3 Min · 549 Wörter
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Die Krankenkassen sind in der Krise: Experten fordern, dass Patienten künftig Krankheitstage selbst zahlen sollen. Ist das die Lösung für explodierende Kosten? Ein kritischer Blick.

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen rasant, und die Krankenkassenbeiträge klettern auf Rekordhöhen. Doch wie lässt sich dieser Trend stoppen? Experten bringen nun einen kontroversen Vorschlag ins Spiel: Patienten sollen die ersten drei Krankheitstage aus eigener Tasche bezahlen. Doch ist das wirklich die Lösung, die wir brauchen?

Krankheitstage auf eigene Kosten?

Der Allianz-Chef Oliver Bäte hat eine Debatte losgetreten. Sein Vorschlag: Arbeitnehmer sollen für den ersten Krankheitstag keinen Lohn erhalten, es sei denn, sie legen ein Attest vor. „Damit würden die Arbeitnehmer die Kosten für den ersten Krankheitstag selbst tragen“, erklärte Bäte dem „Handelsblatt“. Unterstützung erhält er von Prof. Bernd Raffelhüschen, einem renommierten Sozialexperten aus Freiburg. Raffelhüschen geht sogar noch weiter und schlägt vor, dass Arbeitnehmer bis zu drei Tage keinen Lohn bekommen sollten, wenn sie krank sind. Seiner Meinung nach würde dies kein soziales Problem auslösen. „Die Einführung eines unbezahlten Krankheitstages ist ein sinnvoller Vorschlag und sollte von der nächsten Regierung zügig umgesetzt werden. Noch besser wären drei Karenztage. Auch das würde kein soziales Problem auslösen“, erklärt er gegenüber der „Bild“.

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