Female & Forward She’s Punk-Umfrage: Über Geld spricht man nicht?!

She’s Punk-Umfrage: Über Geld spricht man nicht?!

She’s Punk sagt: Bullshit. Also haben wir in unserem aktuellen Heft Business Punk 2/2026 Start-up-Gründer:innen, Finanzprofis, Business Angels und unsere Community nach ihren Anlagestrategien gefragt. Spannend!

Von Christa Catharina Müller

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Anna AlexGRÜNDERIN VON NALA EARTH, PLANETLY UND OUTFITTERY

Am Tiefpunkt des Hypes entstehen die stärksten Unternehmen.“

Ich bin in erster Linie Gründerin und genau deshalb Investorin. Wer selbst gebaut hat, versteht radikal, was Gründer:innen brauchen. Meine Risikotoleranz ist entsprechend hoch. Meine drei Companys habe ich alle mit Venture Capital aufgebaut, würde ich wieder so machen: smarte Sparringspartner an Bord und nie alles auf eine Karte. Als Angel investiere ich in ClimateTech und NatureTech. Größtes Learning: Beim Team gewinnt das Bauchgefühl. 2026 lege ich nach, denn am Tiefpunkt des Hypes entstehen die stärksten Unternehmen.

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Lisa Wohlfarth & Lena PoullieGRÜNDERINNEN VON EVERLESS

Wir haben Everless bewusst ohne externe Investor:innen aufgebaut, weil uns finanzielle und kreative Unabhängigkeit besonders wichtig sind. Unser Ziel war es, Eigenkapital organisch aufzubauen, um strategische Entscheidungen jederzeit selbstbestimmt treffen zu können ohne Rechtfertigungsdruck gegenüber externen Geldgebern. Parallel haben wir jeweils eigene Holdings gegründet, über die wir Gewinne effizient reinvestieren und langfristig Vermögen aufbauen. Gerade bei frauengeführten Unternehmen sehen wir oft einen langfristigeren und verantwortungsvolleren Umgang mit Kapital, mit dem wir uns stark identifizieren. Finanzielle Bildung ist für uns als Gründerinnen extrem wichtig geworden. Nur wer die eigenen Zahlen versteht, kann gute und unabhängige Entscheidungen treffen.

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Jannis JohannmeierCEO UND CO-GRÜNDER VON THE TRAILBLAZERS

„Das Gefühl, alles – wirklich alles – aus eigener Kraft zu gestalten, ist ultimativ.“

Grundsätzlich versuche ich als Unternehmer immer groß zu denken. Das heißt nicht, dass ich leichtfertig Risiken eingehe. Im Gegenteil: Es geht darum, Erfolgswahrscheinlichkeiten zu erhöhen und das um (fast) jeden Preis. Für mich ist meine Vision kein Risiko, sondern ein logischer Weg. Wir haben The Trailblazers bootstrapped gegründet. Würde ich immer wieder so machen. Das Gefühl, alles – wirklich alles – aus eigener Kraft zu gestalten, ist ultimativ.

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Maria von Scheel-PlessenGRÜNDERIN VON THE DUAL SHIFT

Ich investiere langfristig in Themen mit Wachstumspotenzial und gesellschaftlicher Relevanz. Besonders in Technologie, KI und Female Health. Mein größtes Learning: Timing, Geduld und die richtigen Menschen sind oft wichtiger als Perfektion. Gerade beim Gründen habe ich gelernt, dass man Risiken bewusst eingehen muss, um Innovation und echten Mehrwert zu schaffen. Gleichzeitig ist Diversifikation entscheidend, um langfristig erfolgreich zu investieren. Mein Appell: Tauscht euch mehr aus, insbesondere Frauen sollten untereinander offener über Geld sprechen, über Anlagestrategien und Returns!

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Annabelle JenischCEO OPM GERMANY UND GESCHÄFTSFÜHRERIN TLGG

„Ich mag es, physisch zu sehen, worin ich investiere.“

Meine Risikotoleranz ist mittel: Ich investiere bewusst, aber ohne Zwang zur maximalen Rendite. Gegründet habe ich ausschließlich mit Eigenkapital. Langsames, profitables Wachstum fühlte sich für mich immer stimmiger an und ich würde es genauso wieder machen. Heute investiere ich in ETFs, Immobilien sowie ausgewählte High-Risk-Start-ups und Venture Funds im Nachhaltigkeitsbereich. Ich mag es, physisch zu sehen, worin ich investiere. Ich möchte kein tägliches Aktienportfolio managen müssen, sondern Investments, die sich auch emotional richtig anfühlen. Dafür muss man ehrlich zu sich selbst sein, welche Art von Investment wirklich zu einem passt.

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Anita GödickerGRÜNDERIN VON SATELLITE OFFICE

„Wichtig ist, an seinen Ideen fest- zuhalten, auch wenn sie auf Gegenwind stoßen.“

Ich habe in den 1990ern in hochwertige, gemeinschaftliche Büroräume investiert, als solche Konzepte noch völlig unüblich waren. Warum sollte jedes Unternehmen eigene Büros, Konferenzräume oder Drucker haben, wenn vieles gemeinsam genutzt werden kann? Gegründet habe ich Satellite Office mit Eigenkapital und Bankdarlehen, um unabhängig von Investierenden zu sein und nachhaltig wachsen zu können. Wichtig ist es, an seinen Ideen festzuhalten, auch wenn sie auf Gegenwind stoßen, und konsequent in sie zu investieren.

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Margarethe HonischGRÜNDERIN VON FORTUNALISTA

Mich reizt die Kombination aus langfristigem Vermögensaufbau und Innovation. Ich habe mit ETFs angefangen, bin aber schnell zu Einzelaktien gewechselt und habe Mitte 2017 Kryptowährungen ergänzt. Langfristig kann ich mir vorstellen, mein Portfolio etwas sicherheitsorientierter auszurichten. Bei meiner Gründung: Da ich keinen klassischen BWL-Background habe, war mir wichtig, lernen zu können, mich auszuprobieren und Fehler machen zu dürfen. Heute schätze ich es, Entscheidungen unabhängig treffen zu können. Das geht nur, wenn man mit Eigenkapital gründet. Und man sollte sich niemals von Angst oder Gier leiten lassen. Gerade bei Hypes versuche ich bewusst ruhig zu bleiben und in unsicheren Phasen rational zu handeln. Das ist nicht immer so leicht!

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Katharina BrunsendorfHEAD OF CONTENT BEI SCALABLE CAPITAL

„Wer investiert, gestaltet aktiv die eigene Zukunft!“

Wer investiert, gestaltet aktiv die eigene Zukunft! Das Bewusstsein für private Vorsorge wächst, doch besonders wir Frauen lassen oft noch wertvolle Potenziale ungenutzt. Dabei ist der Einstieg so leicht wie nie: ETFs starten schon ab 1 Euro. Finanzbildung ist der Schlüssel, um mehr Menschen zu Investierenden zu machen. Vorstöße wie Frühstartrente und Altersvorsorgedepot machen Hoffnung auf echte Bewegung in der breiten Masse. Für ein starkes finanzielles Fundament in der Gesellschaft. Die höchste Rendite, aber oft den ruhigsten Schlaf. Kraft zu gestalten, ist ultimativ.

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Rebecca GöckelCO-GRÜNDERIN VON NOMOO

„CashReserven bringen oft den ruhigsten Schlaf.“

Ich bin grundsätzlich risikofreudig – als Gründerin und beim Investieren. Gleichzeitig habe ich früh gelernt, wie wichtig finanzielle Sicherheit und Liquidität sind. Gerade als Gründerin war es für mich essenziell, mich früh mit Investments auseinanderzusetzen, von ETFs über Aktien bis Immobilien und Krypto. Nomoo haben wir bewusst erst mit Eigen- und dann mit Fremdkapital aufgebaut, um das Wachstum zu beschleunigen. Mein größtes Learning: Cash-Reserven bringen nicht die höchste Rendite, aber oft den ruhigsten Schlaf.

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Philipp WestermeyerGRÜNDER DER OMR

„Die ersten Jahre erfordern eine hohe Risikotoleranz. Ohne Risiko entsteht selten etwas Neues.“

OMR ist – anders als meine ersten beiden Gründungen – nicht aus einer klassischen Geschäftsidee entstanden, sondern aus einem Hobby. Ich habe Seminare für Leute organisiert, die sich für Marketing interessieren. Dass daraus ein Unternehmen wird, lässt sich weder planen noch gezielt reproduzieren. Klar ist aber: Die ersten Jahre als Gründer:in erfordern eine hohe Risikotoleranz. Ohne Risiko entsteht selten etwas Neues. Später, wenn die Firma größer ist, nimmt die Verantwortung zu und man reduziert meistens das Risiko etwas. Aus meiner Sicht ist das auch der optimale Punkt, um als Investor einzusteigen. Man weiß, dass eine Firma funktioniert, aber sie ist noch nicht ausgewachsen. Erstaunlicherweise brauchte ich viele Start-up-Investments, um diese Logik zu erkennen.

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Dorothea MetaschGRÜNDERIN VON 26 HOMES

„Bei meiner Gründung habe ich alles auf eine Karte gesetzt – Zeit, Energie und Reputation.“

Bei der Gründung von 26 Homes habe ich alles auf eine Karte gesetzt – Zeit, Energie und Reputation. Finanziell war das Risiko überschaubar, weil wir früh profitabel waren und komplett gebootstrapped gewachsen sind. Darauf bin ich bis heute stolz, weil ich meinen Weg ohne Investorendruck gehen konnte. Privat investiere ich deutlich vorsichtiger: vor allem in Immobilien, daneben breit gestreut in Aktien, Anleihen und Edelmetalle. Mein größtes Learning: früh anfangen, Wissen aufbauen und nur in Dinge investieren, die man wirklich versteht.

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Anne & Stefan LemckeGRÜNDER:INNEN VON ANKERKRAUT

„Gründer:innen müssen Trends früh erkennen – und nicht erst aufspringen, wenn alle anderen es tun.

Wir haben eine hohe Risikotoleranz – die braucht man als Startup-Investor auch. Trotzdem gehen wir nie „all in“, sondern streuen breit über risikoreiche Assets. Gegründet haben wir mit 30.000 Euro Eigenkapital plus 10.000 Euro von Family & Friends, lange ohne Gehalt – seit 2015 profitabel. Heute investieren wir in Private und Public Markets, von VC- und Seed-Fonds bis Aktien, ETFs, Rohstoffe und Krypto. Unser größtes Learning: Gründer:innen müssen an ihre Vision glauben, Trends früh erkennen – und nicht erst aufspringen, wenn alle anderen es tun.

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