Finance & Freedom Bauzinsen-Paradox: Warum trotz EZB-Senkung Immobilienfinanzierung teurer wird

Bauzinsen-Paradox: Warum trotz EZB-Senkung Immobilienfinanzierung teurer wird

Globale Faktoren beeinflussen den Markt

Wie empfindlich die Anleiherenditen auf weltpolitische Ereignisse reagieren, zeigte sich Ende Mai. Als US-Präsident Trump ankündigte, Waren aus der EU mit 50-prozentigen Zöllen zu belegen, suchten Investoren verstärkt sichere Anlagen. Die Nachfrage nach Bundesanleihen stieg, was kurzfristig deren Renditen beeinflusste.

Oliver Kohnen, Co-Chef des Finanzierungsvermittlers Baufi24, warnt vor einer doppelten Belastung: „Die Phase günstiger Finanzierung der Zehnerjahre ist schließlich längst vorbei und dürfte sich kaum wiederholen.“ Stattdessen drohten mit der Rückkehr der Inflation entsprechend wieder höhere Zinsen. „Steigende Bauzinsen würden dann nämlich auf moderat steigende Immobilienpreise treffen – insbesondere in begehrten Lagen.“

Strategien für Immobilienkäufer

Für Kaufinteressenten lohnt sich ein genauer Blick auf die Zinsbindungsfristen. Aktuell bieten kürzere Laufzeiten Vorteile: „Die günstigsten Bauzinsen bekommt man momentan für Darlehen mit fünf Jahren Sollzinsbindung. Hier liegen sie im Schnitt bei knapp 3,4 Prozent, für gute Bonitäten auch deutlich darunter“, erläutert Interhyp-Vertriebsvorständin Mirjam Mohr, wie „Handelsblatt“ schreibt. Längere Bindungen von 15 oder 20 Jahren schlagen mit durchschnittlich 3,7 bis 3,8 Prozent zu Buche.

Seite 2 / 3
Vorherige Seite Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren