Finance & Freedom Europa-Aktien im Trump-Höhenflug: Die Kehrtwende der Investoren

Europa-Aktien im Trump-Höhenflug: Die Kehrtwende der Investoren

Deutschland hat zudem mit einem ambitionierten Infrastrukturprogramm einen radikalen Kurswechsel in der Finanzpolitik vollzogen. Das Ende der Austerität könnte das BIP-Wachstum ankurbeln und die kontinentalen Aktienmärkte weiter stärken.

Wachstumspotenzial wird sichtbar

Die ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung sind bereits erkennbar. Im ersten Quartal 2025 wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex verzeichnet eine verbesserte Stimmung in den Unternehmen.

Robert Halver, Chefstratege der Baader Bank, sieht sogar die Chance auf das Kanzler-Ziel von zwei Prozent Wachstum – vorausgesetzt, Deutschland und Europa werden durch politische Reformen attraktiver und verlässlicher als die USA. Die Folge wäre dann auch ein „Boom am Arbeitsmarkt und beim Lohn-Niveau“.

Milliarden-Potenzial für europäische Märkte

Das große Investitionspaket der Bundesregierung soll spätestens 2026 für einen deutlichen Aufschwung sorgen. Dies führe dazu, dass große Finanzanleger ihre Positionen anpassen – sie verkaufen in den USA und kaufen in Deutschland.

Bei den riesigen Volumina, die täglich an den Finanzmärkten bewegt werden, kann schon eine kleine Anpassung den europäischen Aktien weiteren Auftrieb verleihen.

Die Kehrtwende an den Kapitalmärkten könnte mehr als nur eine vorübergehende Erscheinung sein. Sollte Europa seine strukturellen Reformen vorantreiben und gleichzeitig von der politischen Stabilität profitieren, steht einer längerfristigen Umverteilung der globalen Kapitalströme wenig im Weg. Die Kombination aus attraktiven Bewertungen, politischer Verlässlichkeit und strategischen Infrastrukturinvestitionen schafft ein Umfeld, in dem europäische Aktien ihr volles Potenzial entfalten können. Für Anleger eröffnet sich damit eine historische Chance, von der Neubewertung eines ganzen Kontinents zu profitieren – während die USA mit den Folgen ihrer eigenen Politik zu kämpfen haben.

Quellen: Morningstar, Bild

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