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Finfluencer: DAS sind die Finanzgurus der Generation Z und Y

Die GenZ und Y vertraut in Finanzfragen auf Finfluencer
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Eine Bafin-Studie zeigt: Junge Erwachsene nutzen vermehrt soziale Medien für Finanzinfos. Sogenannte Finfluencer beeinflussen Krypto-Investments stark und werden als Alternative zur klassischen Beratung betrachtet.

Finanzberatung aus dem Netz? Was vor einigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realität. Junge Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren greifen immer häufiger auf soziale Medien zurück, um sich über Geldanlagen zu informieren. Eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wirft ein Spotlight auf diesen Trend und beleuchtet die Rolle der sogenannten Finfluencer genauer.

Soziale Medien als Finanzratgeber

Soziale Medien sind längst nicht mehr nur Plattformen für Selfies und Katzenvideos. Eine Bafin-Umfrage unter 1000 Personen, die in den letzten zwei Jahren investiert haben, zeigt: 60 Prozent der Befragten sehen soziale Medien als eine gute Alternative zur traditionellen Finanzberatung. Besonders YouTube und Instagram erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier teilen Finfluencer ihre Expertise und geben Tipps zu Aktien, ETFs und Kryptowährungen.

Finfluencer: Die neuen Finanzberater?

Eine zentrale Erkenntnis der Studie: Finfluencer spielen eine entscheidende Rolle bei der Anlageentscheidung junger Erwachsener. Diese Influencer müssen jedoch nicht offenlegen, wer sie bezahlt und wie hoch ihre Provisionen sind. Das führt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: 37 Prozent der jungen Anleger sind sich nicht bewusst, dass Finfluencer für ihre Empfehlungen oft Geld erhalten. Trotzdem vertrauen viele auf ihre Ratschläge und setzen diese in die Tat um.

Diversifizierte Portfolios dank sozialer Medien

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Social-Media-affine Anleger streuen ihre Investments besser. Während klassische Anleger oft auf wenige Anlageklassen setzen, investieren Nutzer sozialer Medien breiter gestreut. Besonders im Bereich der Kryptowährungen ist dieser Trend sichtbar. 43 Prozent der Social-Media-Nutzer haben in Kryptos investiert, verglichen mit nur 25 Prozent der Nicht-Nutzer.

Unterschiedliche Präferenzen bei Gen Z und Gen Y

Die Studie zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen den Generationen Y und Z. Während die Generation Y eher auf Tages- und Festgeld setzt, bevorzugt die Generation Z Kryptowährungen und Edelmetalle. Diese Präferenzen spiegeln sich auch in den Portfolios wider: 32 Prozent der Befragten haben in den letzten zwei Jahren in Kryptowährungen investiert.

Transparenz und Vertrauen: Ein zweischneidiges Schwert

Die hohe Abschlussrate bei Finfluencer-Empfehlungen zeigt, wie sehr junge Anleger auf diese vertrauen. Fast 90 Prozent der Befragten ist klar, dass diese vor allem zu Aktien und Kryptowerten beraten. Doch die fehlende Transparenz über die Einnahmen der Finfluencer wirft Fragen auf. Sie müssen bisher jedoch nicht offenlegen, wer sie bezahlt, heißt es in der Studie. Das könnte das Vertrauen der Anleger langfristig beeinträchtigen.

Finfluencer als Zukunft der Finanzberatung?

Die Bafin-Studie zeigt deutlich: Junge Erwachsene nutzen soziale Medien intensiv für ihre Finanzentscheidungen. Finfluencer spielen dabei eine zentrale Rolle. Doch die fehlende Transparenz über deren Einkünfte könnte problematisch sein. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Regulierung in diesem Bereich entwickeln wird. Eines ist jedoch sicher: Soziale Medien und Finfluencer haben die Art und Weise, wie junge Menschen investieren, nachhaltig verändert.

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