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Kein Bock auf Arbeit: Der Fachkräftemangel bedroht unseren Wohlstand, aber das lässt sich ändern

Fachkräftemangel
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Wie lösen wir jetzt dieses Problem? Klar ist, wir brauchen Fachkräfte aus dem Ausland

Unsere Haltung zur Arbeit ist die eine Sache, aber ein Blick auf die Zahlen macht auch klar, dass weder die Lust auf die Überstunde, noch auf den späteren Renteneintritt den Fachkräftemangel in Deutschland lösen werden. Die Gesamtzahl der Erwerbspersonen zwischen 15 und 74 Jahren in Deutschland geht in den nächsten zehn Jahren um 7,2 Millionen zurück. Wir brauchen deshalb dringend Fachkräfte aus dem Ausland und die kommen gerne zu uns. Egal ob IT-Spezialisten aus Indien oder Ingenieure aus Südamerika – hoch spezialisierte Fachkräfte aus aller Welt zieht es nach Deutschland. In Gesprächen mit vielen dieser bestens ausgebildeten und deshalb begehrten Arbeitnehmenden, nennen sie vor allem die guten Arbeitsbedingungen in Deutschland, darunter beispielsweise die Anzahl der Urlaubstage und den Anspruch auf Elternzeit. “German Engineering” und “Made in Germany” sind auch heute noch echte Pfunde, wenn man mit diesen Menschen spricht. Die meisten Deutschen nehmen diese als selbstverständlich verstandenen Benefits schon gar nicht mehr als solche wahr. Wir haben uns einfach daran gewöhnt. Auch in diesem Sinne sind die internationalen Fachkräfte eine Bereicherung für jedes Team. Sie schärfen noch einmal den Blick dafür, auf welch hohem Niveau wir in manchen Bereichen über Arbeitsbedingungen diskutieren. Ein Großteil des Rests der Welt sieht Deutschland aktuell wesentlich positiver, als wir es selbst tun. 

Arbeitgeber und Politik machen blau und erleichtern die qualifizierte Einwanderung. Gut für uns alle

Viele Arbeitgeber haben diese Chance bereits erkannt und werben gezielt internationale Experten an. Auch die Politik zieht hier mit und macht den Prozess mit Anpassungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes einfacher. Ähnlich wie in den USA die Green Card, gibt es bei uns die “Blaue Karte“, die Einwanderung schneller und unbürokratischer macht. Damit wird eine Hürde abgebaut, die internationale Fachkräfte bisher davon abgehalten hat, zu uns zu kommen. Zum Glück, denn wir brauchen sie dringend

Portrait Fabian Scholz

Fabian Scholz

Fabian Scholz ist Mitgründer der digitalen Recruiting-Plattform Welcome to Europe. Er hat eine juristische Ausbildung an der Bucerius Law School absolviert und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Aufbau digitaler Unternehmen. Fabian gründete 2016 eine erfolgreiche und preisgekrönte IT-Rekrutierungsagentur, die 2019 an eine Private-Equity-Gesellschaft veräußert wurde. Seine unternehmerische Reise ging weiter, als er zusammen mit Jakob ein FinTech-Unternehmen mit einem Team von rund 40 Mitarbeitern aus der ganzen Welt gründete, das 100.000 Kunden betreute. Er bringt nachweisliche Erfolge beim Aufbau von Unternehmen und bei der Betreuung bekannter Marken mit.