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Kinderarbeit in Deutschland gibt es nicht! Oder doch? 

Kinder
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Ein aktueller Bericht von „Terre des hommes“ zeigt, dass Kinder in Deutschland häufiger unter schädlichen Bedingungen arbeiten, als bisher bekannt war. Besonders im familiären Umfeld, in Pflegeberufen, in elterlichen Betrieben und als Werbemittel in den sozialen Medien sind Kinder betroffen. 

Laut der Kinderhilfsorganisation „Terre des hommes“ arbeiten mehr Kinder und Jugendliche unter schädlichen Bedingungen als angenommen. Die kürzlich veröffentlichte Studie „Kinderarbeit? In Deutschland?“ verdeutlicht dies. Schädliche Bedingungen sind laut Vorstandssprecher Joshua Hofert Umstände, die „die Entwicklung, Gesundheit, Sicherheit und Bildung beeinträchtigen“. 

Dunkelziffer vermutlich sehr hoch 

Eine nicht repräsentative Befragung von 37 arbeitenden Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten in Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ergab 14 Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen, die eindeutig gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstoßen. Dazu gehören zu lange Arbeitszeiten, Alkoholausschank, Security-Tätigkeiten und der Umgang mit gefährlichen Werkzeugen wie großen Landmaschinen. Auch das Mindestalter von 13 Jahren wurde oft unterschritten. Dabei melden die zuständigen Aufsichtsbehörden pro Jahr nur 60 Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz. „Angesichts von über 14 Millionen Minderjährigen in Deutschland ist das eine verschwindend geringe Zahl. Sie verweist auf eine große Dunkelziffer“, so Hofert. 

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