In London macht ein hustender Teddy auf Luftverschmutzung aufmerksam
Der Teddy Toxic Toby hustet. Er hängt an einem Laternenpfahl und hustet. Mitten in London bleiben Menschen an der Straßenecke stehen und wundern sich über einen hustenden Teddy. Was wie ein ziemlich random Scherz klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Denn der Teddy hustet nicht immer, sondern nur dann, wenn die Luftverschmutzung an dieser Straßenkreuzung „gefährlich hoch“ wird.
Die Agentur McCann London möchte mit der Teddy-Aktion auf die regelmäßigen Überschreitungen der EU-Grenzwerte in London aufmerksam machen. James Crosby, der unter anderem für das Projekt verantwortlich ist, beschreibt, wieso dazu ein Teddy installiert wurde: „The problem with pollution is that you can’t see it, so we wanted to bring it to life in a really visual and arresting way.“
Der #CleanAirBear ist aus einem 3D-Drucker geschlüpft und kann durch Computeranimationen seine Augenbrauen hochziehen, husten und seinen Arm heben.
Who wants to see a #ThrowBack video of me with no clothes on? Clever animatronic experts put me together and I was born in a 3D printer, but I'm here for a serious cause – to make clean air a human right. #ThrowbackThursday #CleainAirBear #Pollution #AirQuality pic.twitter.com/bbbsP7MSxh
— Toxic Toby (@ToxicToby9400) September 20, 2018
Die Luftverschmutzung wird mit dem Analysetool Breezometer gemessen. Jedes Mal, wenn sie zu hoch ist, sendet Breezometer ein Signal an Toxic Toby. Er hustet dann nicht nur, sondern tweetet auch noch an die Abgeordneten des Ortes, an dem er sich gerade befindet, um sie zu erinnern, etwas gegen die Luftverschmutzung zu unternehmen.
Hi @KarenPBuckMP I'm Toxic Toby the #CleanAirBear. Today i'm on the Marylebone Road, and the pollution is making me wheezy. The air quality in London is at unsafe levels. Shouldn't clean air be a human right? https://t.co/5EEc8zN03t @ToxicToby9400 pic.twitter.com/lanBCZEXr7
— Toxic Toby (@ToxicToby9400) September 19, 2018
Toxic Toby wird weiter husten, er wird an verschiedene Orte in London umziehen, die als Pollution Hotspots gelten und die Passanten und auch die Abgeordneten auf die Problematik Luftverschmutzung aufmerksam machen. So wird aus einem scheinbaren Scherz eine politische Kampagne.