Mütterrente III: So viel mehr Rente gibt es pro Kind – ab wann
Wer bereits Mütterrente bezieht, muss in der Regel nichts tun – die Erhöhung soll automatisch kommen. Wer unsicher ist, klärt seinen Anspruch am besten direkt bei der Rentenversicherung.
Business Punk Check
Die Mütterrente III ist späte Gerechtigkeit für eine Generation von Frauen, deren Erziehungsarbeit das System lange schlechter bewertet hat. Rund 21 Euro mehr pro Kind und Monat klingen nach wenig, werden über ein Rentnerleben und bei mehreren Kindern aber zu einem fünfstelligen Betrag.
Der Haken ist das Timing: Recht ab 2027, Geld wohl erst 2028 – immerhin rückwirkend. Die nüchterne Einordnung: Es ist ein teures Wahlgeschenk, das die Rentenkasse Milliarden kostet und vor allem Müttern zugutekommt. Für die Betroffenen lohnt sich vor allem eines – den eigenen Rentenanspruch jetzt prüfen zu lassen, damit am Ende auch wirklich jeder Punkt ankommt, der zusteht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Mütterrente III? Mit der Mütterrente III werden die Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder um ein halbes Jahr auf drei Jahre verlängert. Damit gibt es pro Kind einen zusätzlichen halben Rentenpunkt.
Wie viel mehr Rente gibt es pro Kind? Rund 21 Euro brutto pro Kind und Monat (mit dem Rentenwert ab Juli 2026). Bei drei Kindern sind das etwa 64 Euro mehr im Monat.
Ab wann gilt die Mütterrente III? Rechtlich gilt sie ab dem 1. Januar 2027. Ausgezahlt wird sie voraussichtlich erst 2028, dann aber rückwirkend für 2027.
Wer profitiert von der Mütterrente III? Rund zehn Millionen Eltern mit vor 1992 geborenen Kindern – ganz überwiegend Frauen.
Muss ich einen Antrag stellen? In der Regel nicht. Wer bereits Mütterrente bezieht, soll die Erhöhung automatisch erhalten. Bei Unsicherheiten hilft eine Nachfrage bei der Deutschen Rentenversicherung.
Quellen: Handelsblatt, Deutsche Rentenversicherung (FAQ), Cash