Pip Klöckner: Darum könnte Apple das KI-Rennen gewinnen – trotz Rückstand
Der Kampf um den direkten Kundenzugang
Während Apple seine Vertriebskanäle bereits besitzt, müssen die KI-Spezialisten noch darum kämpfen. OpenAI erwägt laut Klöckner den Kauf des Chrome-Browsers, falls Google diesen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen abstoßen müsste. Auch Perplexity arbeite an einem eigenen Browser, um seine KI-Suchmaschine prominenter zu platzieren.
Ein weiterer Vorteil für Apple: Im Gegensatz zur Plattformökonomie, die Monopole wie Google hervorbrachte, gibt es im KI-Wettbewerb bisher keine uneinholbaren Vorteile. „Models don’t have moats“, so Klöckner – KI-Modelle besitzen keine Burggräben, die Wettbewerber fernhalten. Der überraschende Erfolg des chinesischen Deepseek-Modells, der im Februar die Börsen erschütterte, unterstreicht diese These.
Die Demokratisierung der KI
Die Zukunft der KI liegt nicht in der Exklusivität für Tech-Enthusiasten und Programmierer, sondern in der nahtlosen Integration in den Alltag. Apple könnte mit seinem kommenden KI-Assistenten genau den richtigen Zeitpunkt erwischen, um die Technologie für Millionen Menschen zugänglich zu machen – ohne dass diese das Gefühl haben, überhaupt KI zu nutzen.
Während die KI-Spezialisten weiterhin um Rechenleistung und algorithmische Verbesserungen wetteifern, könnte Apple still und leise die Früchte ernten. Das Unternehmen hat sich Zeit gelassen, beobachtet und gelernt. Nun steht es bereit, KI dorthin zu bringen, wo sie am Ende zählt: in die Hände der normalen Nutzer. Die Frage ist nicht mehr, ob KI den Massenmarkt erreicht, sondern wer diesen Markt dominieren wird. Und hier hat Apple die besten Karten.
Quellen: Manager Magazin