Startup & Scaling SUPERPUBLIC: Der Accelerator, der keine verschlossenen Türen mehr kennt

SUPERPUBLIC: Der Accelerator, der keine verschlossenen Türen mehr kennt

Carsten Puschmann, Seriengründer und Startup-Investor, über ein neues Berliner Format, das Accelerator und Media Show verbindet, und darüber, warum Distribution in der KI-Ära zum eigentlichen Wettbewerbsvorteil wird.

„Distribution ist der neue Moat. Kapital gibt es überall, echte Reichweite nicht.“

Marie Hinderer, Mitgründerin von SUPERPUBLIC

Von Carsten Puschmann

Berlin, 17. August 2026. Ich sitze seit Wochen in Gesprächen über SUPERPUBLIC, ein neues Format, das ab heute Bewerbungen für seinen ersten Batch öffnet. Vier Gründerteams, sechs Wochen, ein gemeinsames Office in der Factory Berlin, durchgehend gefilmt. Was bei mir hängen geblieben ist, ist nicht das Accelerator Konzept, diese  Programme gibt es in Europa längst genug. Es ist die Entscheidung, den kompletten Weg öffentlich zu machen, und der innovative Ansatz, organische Distribution zum Herzstück zu erklären.

Zwei Formate, die bisher getrennt liefen

SUPERPUBLIC verbindet zwei Dinge, die bisher parallel liefen, aber selten zusammen gedacht wurden:

▶ Startup Accelerator: Team, Produkt, Kapitalbedarf, Investorengespräche

▶ Media Show: durchgehende Kamera, Social Media in Echtzeit, eine eigene Community

Vier ausgewählte Gründerteams ziehen für sechs Wochen in ein gemeinsames Office in der Factory Berlin, arbeiten dort an ihren Unternehmen und werden dabei durchgehend gefilmt. Das entstehende Material läuft auf Social Media, komplett mit den Rückschlägen, die in klassischen Pressemitteilungen sonst nie auftauchen.

Distribution ist der neue Moat

Gründerin Marie Hinderer bringt die These oben im Zitat auf den Punkt, und sie trifft etwas, das ich in meinen eigenen Gesprächen mit Investoren immer wieder höre. In einer Welt, in der Produkte immer schneller mit KI nachgebaut werden können, wird das Produkt allein zum immer schwächeren Differenzierungsmerkmal. Was bleibt, ist die Frage, wer eine eigene Bühne hat, bevor der Wettbewerb überhaupt merkt, dass es einen neuen Markt gibt.

Der Weg zur Bühne: TikTok statt Pitch Deck

Interessierte Teams veröffentlichen zunächst einen Bewerbungsbeitrag auf TikTok oder Instagram und reichen ihre Bewerbung anschließend über die SUPERPUBLIC Website ein. Aus allen Bewerbungen werden acht Teams nach Berlin zum Pitch Day am 15. September eingeladen.

Begleitet wird das Programm unter anderem von Christian Miele, General Partner bei Headline und eine der bekanntesten Stimmen der deutschen VC Szene, und Lea-Sophie Cramer, Gründerin von Amorelie und heute selbst gefragte Investorin, gemeinsam mit mir und noch vielen weiteren aus dem Berliner Ökosystem. Am Ende wählt eine Jury vier Teams aus, die offiziell Teil von SUPERPUBLIC Batch 1 werden und ab dem 28. September gemeinsam ins Format starten.

Ein Office in der Factory Berlin, nicht zufällig

Dass SUPERPUBLIC ausgerechnet in der Factory Berlin startet, passt ins Bild. Der einstige Coworking Pionier arbeitet seit Monaten selbst daran, sich vom reinen Raumvermieter zu einem echten Company Builder weiterzuentwickeln. Ein Format, das Gründung öffentlich und nahbar macht, ist für diesen Anspruch fast schon die logische Fortsetzung.

Was am Ende zählt

„Die meisten Accelerator Programme passieren hinter verschlossenen Türen. Wir drehen das um: Bei SUPERPUBLIC ist der komplette Weg vom ersten Tag bis zum Demo Day öffentlich, für alle sichtbar, in Echtzeit.“

Finnegan Kistner, Mitgründer von SUPERPUBLIC

Genau das ist der Punkt, an dem ich als Investor aufmerksam werde. Nicht weil Transparenz automatisch ein besseres Startup produziert, sondern weil sie zeigt, wie ein Team unter echtem Druck tatsächlich arbeitet, lange bevor ein Term Sheet auf dem Tisch liegt. Den Abschluss der sechs Wochen bildet der Demo Day, an dem die vier Teams ihre Fortschritte öffentlich präsentieren. Bewerbungsschluss für Batch 1 ist der 4. September 2026, die Bewerbung läuft über www.superpublic.space.

Berlin hat schon oft behauptet, das nächste große Format zu bauen. Bei SUPERPUBLIC kann diesmal jeder live mitschauen, ob das stimmt.

Fakten auf einen Blick

FormatStartup Accelerator und Media Format in einem
Teams im Batch4 Gründerteams
OrtFactory Berlin
Bewerbungsschluss7. September 2026
Pitch Day15. September 2026
Batch Start28. September 2026
Bewerbungwww.superpublic.space

Über den Autor

Carsten Puschmann ist Unternehmer und Start-up-Investor mit Fokus auf technologiegetriebene Geschäftsmodelle. Über unterschiedliche Investmentstrukturen ist er in Deutschland und den USA engagiert und begleitet SUPERPUBLIC als Juror aus dem Berliner Ökosystem.

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