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Studierende kehren Deutschland den Rücken: Abwanderungswelle droht

Studierende kehren Deutschland den Rücken: Abwanderungswelle droht
Student im Talar bei der Absolventenfeier der Universitaet Bonn , Deutschland . | Student in a robe at the graduate celebration of the University of Bonn , Germany . | 08.07.2006. KEIN MODEL RELEASE vorhanden, NO MODEL RELEASE , © (c) by U. Grabowsky/ picture alliance/photothek XCUT: . +492195932470 , www. photothek .net. Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt ! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.]
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Warum Deutschland an Attraktivität verliert

Die Gründe für die Abwanderung sind verschieden. Ein Hauptproblem ist die als gering empfundene Standortattraktivität. Deutschland hat ein Image-Problem, das gerade bei den dringend benötigten Fachkräften besonders deutlich wird. Bürokratie und politisch-gesellschaftliche Themen verstärken den Wunsch, das Land zu verlassen. Clemens Weitz, CEO von Jobvalley, warnt laut „Business Insider“: „Wir laufen in Gefahr, mehr als 300.000 – hierzulande top ausgebildete – Arbeitskräfte zu verlieren.“

Bürokratie und politisch-gesellschaftliche Faktoren

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Bürokratie. Viele Studierende empfinden den bürokratischen Aufwand als hinderlich und abschreckend. Doch das ist nicht alles: Politisch-gesellschaftliche Themen wie die politische Stimmung und die Angst vor Diskriminierung zählen laut der Umfrage ebenfalls zu den Gründen für die Abwanderung. Besonders in den neuen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ist die politische Stimmung abschreckend. Clemens Weitz erklärt: „Es gibt ein politisch-gesellschaftliches Bild in diesen Ländern, das Studierende verprellt.“

Jobchancen und Gehälter im Ausland

Die Hoffnung auf bessere Jobchancen und höhere Gehälter im Ausland ist ein weiterer Grund für die Abwanderung. Viele Studierende sehen im Ausland bessere Perspektiven für ihre berufliche Zukunft. Die Integration in den Arbeitsmarkt und die Chancen des Standorts Deutschland müssen besser kommuniziert werden, um dem Trend entgegenzuwirken. Fachkräfte-Bindung beginnt bei Studierenden-Bindung, betont Weitz.

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