Tech & Trends 19 Milliarden futsch und Zuckerberg noch da – das geht nur bei Meta und dank KI

19 Milliarden futsch und Zuckerberg noch da – das geht nur bei Meta und dank KI

Meta beerdigt das Metaverse nach 19 Milliarden Dollar Verlust. Zuckerberg setzt jetzt auf KI-Brillen. Wird der nächste Hype-Train erfolgreicher? Die Chancen stehen 50:50. Eine Einschätzung.

Im Dschungelbuch hüpft der Affenkönig King Louie von Ast zu Ast. Im realen Kampf um die Tech-Macht im KI-Business hüpft einer von Hype zu Hype.

Nur Mark Zuckerberg schafft es, 19 Milliarden Dollar in einem Jahr zu verbrennen und dann einfach den kompletten Kurs zu ändern. Wer das nötige Spielgeld hat, der kann schon mal in seinen „Reality Labs“, Metas VR-Sparte, allein 2025 diese astronomische Summe verlieren.

Jetzt zieht der Meta-Chef die Notbremse: Das Metaverse ist Geschichte, die Zukunft gehört KI-Brillen. Über 1.000 Mitarbeiter wurden entlassen, drei VR-Studios geschlossen, die Meeting-App eingestampft. Aber hey, was solls?

Die Frage ist: War das Metaverse nur ein neuer teurer Irrweg oder legt Zuckerberg gerade die Grundlage für den nächsten großen Wurf?

Von VR-Headsets zu smarten Brillen

Meta vollzieht einen radikalen Strategiewechsel. Statt weiter Milliarden in Virtual Reality zu pumpen, konzentriert sich das Unternehmen auf Wearables und KI-Brillen. Die Verkaufszahlen der smarten Brillen hätten sich 2025 mehr als verdreifacht, verkündete Zuckerberg im Earnings Call. Das klingt erst mal gut – verschweigt aber die tatsächlichen Stückzahlen. Typisch für einen CEO, der gerade einen der teuersten Flops der Tech-Geschichte zu verkaufen versucht. Und es sich leisten kann, dann massiver Werbeeinnahmen in seinen Netzwerken.

Die Vision klingt nach Science-Fiction: KI-Brillen, die sehen, was man sieht, hören, was man hört, und direkt Informationen ins Sichtfeld projizieren. Laut Engadget plant Meta, dass diese Brillen als persönliche Assistenten fungieren und individuell generierte Benutzeroberflächen anzeigen. Pläne für Headsets von Drittanbietern? Auf Eis gelegt. Die Hardware-Partnerschaften, die das Metaverse demokratisieren sollten, sind Geschichte. Zuck will selbst die Wertschöpfung.

Das Metaverse-Wort ist tabu

Interessant ist, was Zuckerberg im Earnings Call nicht sagte: das Wort „Metaverse“. Die Marke, für die er jahrelang Facebook in Meta umbenannt und Milliarden investiert hat, wird plötzlich totgeschwiegen. Stattdessen redet er von Horizon als Mobile-App, von KI-generierten Welten und davon, dass man in Zukunft in jedes Video „reinspringen“ könne. Die Metaverse-Vision wird umgelabelt als KI-Feature. Kommt nun das Re-Naming zu „Horizon“? Wohl eher nicht.

CFO Susan Li versuchte zudem im Investorengespräch, VR-Fans zu beruhigen. Man arbeite weiterhin an „zukünftigen Headsets“, betonte sie. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Verbraucherakzeptanz von VR deutlich langsamer wachse als bei Wearables. Meta balanciere sein Reality Labs-Portfolio entsprechend neu. Übersetzung: VR wird zur Nebensache, wie Techradar berichtet.

Quest 4 und das Phantom-Headset

Leaks deuten auf zwei neue Headsets für 2026 oder 2027 hin. Quest 4 soll ein klassisches Upgrade werden, wieder in zwei Versionen wie Quest 3 und 3S. Spannender klingt das zweite Gerät: ein ultraleichtes Headset im Brillenformat, bei dem Akku und Rechenpower in einen Puck ausgelagert werden, den man in der Tasche trägt. Der Fokus liegt auf Produktivität statt Gaming.

Klingt nach einem verzweifelten Versuch, den Enterprise-Markt zu erobern, nachdem Consumer-VR gefloppt ist. Die KI-Integration soll der Differenzierungsfaktor werden. Aber mal ehrlich: Bei wem soll sie das derzeit nicht? Überzeugend klingt das noch nicht.

Zuckerberg skizzierte eine Zukunft, in der man aus 2D-Bildern 3D-Welten generiert und diese in Horizon teilt – auf Mobile und VR. Das Problem: Metas KI-Modelle hinken ChatGPT, Gemini und anderen hinterher. Ausgerechnet jetzt setzt Zuckerberg darauf, dass KI sein VR-Desaster rettet.

Mein Business Punk Check zu „Zuck“

Zuckerbergs Kehrtwende ist ein Lehrstück in Sunk-Cost-Fallacy-Vermeidung. 19 Milliarden Dollar Verlust in einem Jahr, und er zieht trotzdem die Reißleine. Respekt für die Konsequenz – aber die Frage bleibt: Warum hat es so lange gedauert? Das Metaverse war von Anfang an eine Lösung ohne Problem. Niemand wollte Meetings in VR abhalten, niemand brauchte virtuelle Büros. Jetzt springt Meta auf den KI-Zug auf, wie alle anderen auch.

Einerseits hat Meta mit Ray-Ban Stories bewiesen, dass stylische Wearables funktionieren können. Andererseits ist die Konkurrenz brutal: Apple arbeitet an Vision Pro 2, Google hat nie aufgehört an AR zu forschen, und chinesische Hersteller drängen mit günstigen Alternativen auf den Markt. Zuckerbergs Timing ist fragwürdig, aber nötig, denn er kommt spät zur KI-Party und bringt verbrannte Erde aus dem Metaverse mit.

Die Wahrheit ist: Meta hat keine Wahl. Das Werbegeschäft läuft, aber Zuckerberg braucht die Next Big Thing-Story für Investoren. VR war ein Rohrkrepierer, also muss KI her. Die Frage ist nicht, ob die Strategie aufgeht, sondern ob Meta überhaupt noch die Glaubwürdigkeit hat, nach diesem Milliardengrab. Die nächsten zwei Jahre werden zeigen, ob Zuckerberg ein visionärer Pivotierer ist oder einfach nur ein CEO, der von Hype zu Hype springt und hofft, dass einer davon klebenbleibt.

FAQs zum Metaverse, VR und KI-Brillen

Warum hat Meta das Metaverse aufgegeben?

Meta hat nicht offiziell aufgegeben, aber die Prioritäten radikal verschoben. Nach 19 Milliarden Dollar Verlust allein 2025 und schleppender Verbraucherakzeptanz konzentriert sich das Unternehmen auf KI-Brillen und Wearables, die bessere Verkaufszahlen liefern. VR-Studios wurden geschlossen, über 1.000 Mitarbeiter entlassen, und Zuckerberg erwähnt das Wort „Metaverse“ nicht mehr in Earnings Calls. Die Investitionen fließen jetzt in Technologien, die schneller Umsatz generieren können.

Welche neuen VR-Headsets plant Meta trotzdem?

Leaks deuten auf zwei Geräte für 2026/2027 hin: Quest 4 als klassisches Upgrade in zwei Versionen und ein ultraleichtes Headset im Brillenformat mit ausgelagertem Akku-Puck. Letzteres soll produktivitätsfokussiert sein und den Enterprise-Markt ansprechen. CFO Susan Li bestätigte Investitionen in „zukünftige Headsets“, räumte aber ein, dass VR-Adoption langsamer wächst als Wearables. Die Frage ist, ob Meta nach dem Metaverse-Flop noch Glaubwürdigkeit für VR-Hardware hat.

Wie realistisch sind Zuckerbergs KI-Brillen-Pläne?

Die Vision von KI-Brillen, die sehen, hören und Informationen ins Sichtfeld projizieren, ist technisch machbar – aber Meta hinkt bei KI-Modellen hinter ChatGPT und Gemini hinterher. Die Verkaufszahlen der smarten Brillen haben sich verdreifacht, absolute Zahlen verschweigt Meta aber. Die Konkurrenz durch Apple, Google und chinesische Hersteller ist brutal. Fifty-fifty-Chance: Meta hat Wearable-Erfahrung, aber auch verbrannte Erde aus dem Metaverse-Desaster.

Was bedeutet der Strategiewechsel für VR-Entwickler?

VR-Entwickler sollten ihre Meta-Abhängigkeit überdenken. Drei Studios wurden geschlossen, die Meeting-App eingestampft, Drittanbieter-Headset-Pläne auf Eis gelegt. Meta fokussiert auf Mobile-First mit Horizon und KI-generierte Inhalte. Wer auf Quest-exklusive VR-Titel setzt, trägt hohes Risiko. Klüger ist Plattform-Diversifikation mit Steam, PlayStation VR2 und kommenden Alternativen wie Steam Frame. Metas Commitment zu VR ist fragwürdig nach diesem Pivot.

Kann Meta nach 19 Milliarden Dollar Verlust noch innovativ sein?

Die Frage ist nicht Innovationsfähigkeit, sondern Glaubwürdigkeit. Meta hat Ressourcen und Talent, aber Zuckerbergs Track Record bei Hardware ist durchwachsen: Portal gescheitert, Metaverse gefloppt, nur Ray-Ban Stories funktioniert halbwegs. Der KI-Pivot kommt spät, die Konkurrenz ist etabliert. Positiv: Meta hat bewiesen, dass es Fehler korrigieren kann, statt an Sunk Costs festzuhalten. Die nächsten zwei Jahre entscheiden, ob das ein strategischer Neustart oder nur der nächste Hype-Train ist.

Quellen: Engadget, Techradar

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