Tech & Trends Autonomes Wunder oder Ablenkungsmanöver? Musks Robotaxi-Plan im Reality-Check

Autonomes Wunder oder Ablenkungsmanöver? Musks Robotaxi-Plan im Reality-Check

Die Vision: Während der Besitzer arbeitet oder schläft, verdient sein Auto Geld durch autonome Taxifahrten. Auch für den europäischen Markt hat Musk große Pläne. Sobald die neuesten Versionen der „Autopilot“-Software in Europa zugelassen werden, sollen auch hier die zuletzt schwächelnden Verkaufszahlen wieder anziehen. Ein Versprechen, das angesichts der strengen europäischen Regulierungen für autonomes Fahren gewagt erscheint.

Business Punk Check

Musks Robotaxi-Versprechen klingt revolutionär, doch die Realität sieht anders aus. Seit 2016 verspricht er vollautonome Fahrzeuge „nächstes Jahr“ – ein Muster, das sich wiederholt. Der technische Ansatz ohne Lidar ist zwar kosteneffizient, aber riskant.

Sicherheitsexperten bezweifeln, dass Kameras allein für Level-4-Autonomie ausreichen. Zudem fehlt Tesla die Datengrundlage, die Waymo durch Millionen realer Testkilometer hat. Die europäische Zulassung steht vor regulatorischen Hürden, die Musk chronisch unterschätzt. Die Wahrheit: Das Robotaxi-Versprechen ist weniger technologische Realität als verzweifelter Versuch, Investoren bei Laune zu halten.

Häufig gestellte Fragen

  • Ist Teslas kamerabasierter Ansatz für autonomes Fahren wirklich zukunftsfähig?
    Die Kamera-only-Strategie bietet zwar Kostenvorteile, stößt aber bei komplexen Verkehrssituationen und schlechten Wetterbedingungen an Grenzen. Unternehmen sollten daher nicht blind auf einen einzigen technologischen Ansatz setzen, sondern Redundanzsysteme einplanen.
  • Welche wirtschaftlichen Chancen bietet das Robotaxi-Modell für Fahrzeugbesitzer?
    Die versprochenen Einnahmen durch Robotaxi-Dienste sind hochspekulativ. Fahrzeugbesitzer sollten keine Kaufentscheidung auf Basis dieser ungesicherten Einnahmequelle treffen und stattdessen den Wert eines Tesla nach konventionellen Kriterien bewerten.
  • Wie realistisch ist Musks Zeitplan für die europäische Markteinführung?
    Die europäischen Regulierungsbehörden haben deutlich strengere Anforderungen als die USA. Unternehmen, die auf autonome Mobilität setzen, sollten mit Verzögerungen von 2-3 Jahren für die EU-Zulassung kalkulieren und ihre Geschäftsmodelle entsprechend anpassen.
  • Welche Branchen könnten von einer erfolgreichen Robotaxi-Einführung profitieren?
    Neben der offensichtlichen Mobilitätsbranche würden vor allem Versicherungen (neue Policen für autonome Fahrzeuge), Softwareentwickler (Spezialanwendungen) und Unterhaltungsanbieter (Content für Fahrzeit) neue Geschäftsfelder erschließen können.

Quellen: „Manager Magazin“

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