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Trump rechnet mit Europa ab: Öl statt Hilfe für die Ukraine?

US-Präsident Trump kritisiert Europas Unterstützung der Ukraine.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ben Curtis
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Die Zahlen sprechen für sich

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Trump mit seiner Kritik nicht ganz unrecht hat. Die EU gab laut dem „Guardian“ 39 Prozent mehr für Importe russischer fossiler Brennstoffe aus, als sie für die Ukraine vorgesehen hatte. Diese Summe umfasst allerdings keine militärischen Hilfen. Dennoch ist die Symbolik dieser Zahlen nicht zu übersehen. Sie stehen für eine gewisse Unentschlossenheit in Europa, den russischen Aggressor zu sanktionieren und gleichzeitig die Ukraine tatkräftig zu unterstützen.

Russische Energieimporte: Ein zweischneidiges Schwert

Die Abhängigkeit Europas von russischen Energieressourcen ist kein Geheimnis. Im dritten Quartal 2024 war Russland der zweitgrößte Erdgaslieferant Europas. Fast 18 Prozent der Erdgasimporte stammten aus Russland. Auch bei Flüssiggas (LNG) liegt Russland mit 19 Prozent auf den vorderen Plätzen. Diese Abhängigkeit wirft Fragen auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Importe von russischem Flüssiggas im dritten Quartal 2024 sogar um 9 Prozentpunkte höher lagen als im Vorjahr. Europa kauft Ende 2024 mehr Flüssiggas aus Russland als noch vor dem Überfall auf die Ukraine.

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