Work & Winning Erholung adé: Warum Arbeit im Urlaub immer üblicher wird

Erholung adé: Warum Arbeit im Urlaub immer üblicher wird

Eine Umfrage zeigt: Viele Menschen arbeiten auch im Urlaub. Schuldgefühle und ständige Erreichbarkeit sind an der Tagesordnung. Was bedeutet das für die mentale Gesundheit?

Urlaub, das klingt nach Sonne, Strand und endlich mal abschalten. Doch für viele Arbeitnehmer bleibt das eine Illusion. Eine aktuelle Umfrage der Movchan Agency in den USA zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten auch im Urlaub arbeitet. Warum ist das so? Und was bedeutet das für die mentale Gesundheit?

Ständige Erreichbarkeit: Urlaub mit dem Chef im Gepäck

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 54 % der 2.000 befragten US-Amerikaner arbeiten während ihres Urlaubs. Doch damit nicht genug. Rund die Hälfte fühlt sich schuldig, egal ob sie arbeiten oder nicht. Nadya Movchan, die Gründerin der Movchan Agency, betont, dass diese Zahlen sogar niedriger sind als in den Vorjahren. Damals lag der Anteil der arbeitenden Urlauber bei zwei Dritteln.

Aber warum arbeiten so viele Menschen im Urlaub? Ein Grund dafür ist die ständige Erreichbarkeit. 86 % der Befragten gaben an, dass sie Anrufe und Nachrichten von Kollegen erhalten, während sie eigentlich entspannen sollten. Kein Wunder, dass 63 % sich ängstlich fühlen, wenn sie ihre Arbeitsnachrichten nicht checken.

Die unsichtbare Grenze: Arbeit und Freizeit verschwimmen

Roger Hall, ein anerkannter Business-Psychologe, erklärt, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt. Früher war der Weg nach Hause eine klare Trennlinie – heute wird die Fahrt genutzt, um noch schnell ein paar Anrufe zu erledigen. Und wer im Homeoffice arbeitet, hat oft gar keinen Arbeitsweg mehr. Die Folge: Die Arbeit dringt immer weiter in den privaten Raum ein.

Burnout statt Erholung: Die gesundheitlichen Folgen

Die ständige Erreichbarkeit und das Arbeiten im Urlaub bleiben nicht ohne Folgen. Laut der Umfrage haben 70 % der Befragten aufgrund von Überarbeitung mentale Gesundheitsprobleme entwickelt. 43 % leiden unter Angstzuständen, und jeder Achte greift zu schädlichen Substanzen, um den Stress zu bewältigen.

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