Work & Winning Jobinterview-Fails: Diese Fehler kosten dich den Traumjob

Jobinterview-Fails: Diese Fehler kosten dich den Traumjob

Warum das „Warum“ entscheidet

Besonders kritisch sieht die Personalerin, wenn Bewerber die Werte und Arbeitsweisen des Unternehmens nicht mit den eigenen abgeglichen haben. „Welche Werte stimmen mit meinen überein? Welche Arbeitsweisen passen zu mir? Gibt es inspirierende Personen, mit denen ich zusammenarbeiten möchte? Das ergibt dann euer ‚Why‘ für das Unternehmen“, erklärt sie.

Fehlt diese Vorbereitung, erkennt die erfahrene Recruiterin das sofort: „Wenn ich das Gefühl bekomme, da sagt jemand nur, was ich hören will, aber nicht das, was wirklich ehrlich ist – dann hake ich nach.“

Konkrete Beispiele statt leerer Behauptungen

Um Floskeln von echten Fähigkeiten zu unterscheiden, nutzt Hinterecker die STAR-Methode. Statt hypothetischer Fragen wie „Wie würdest du mit einer Situation umgehen?“ fragt sie nach konkreten Beispielen aus der Vergangenheit. „Das gibt viel mehr Aufschluss“, erklärt sie.

Behauptet ein Kandidat etwa, besonders beratungsstark zu sein, fordert sie ein konkretes Beispiel. Die Antwort muss die Situation, die Aufgabe, die konkrete Handlung und das Ergebnis umfassen. „Wenn das dünn ausfällt, frage ich weiter“, sagt die Personalerin. Eine oberflächliche Antwort kann so schnell zum Ausschlusskriterium werden.

Mit mutigen Fragen punkten

Besonders positiv in Erinnerung bleiben Hinterecker Bewerber, die echte Neugier und Mut zeigen – etwa durch kritische Rückfragen. „Also nicht aus einem vorbereiteten Fragenkatalog abgelesen, sondern spontan aus dem Gespräch heraus“, betont sie.

Ein Beispiel: Nach einer Frage zu schwierigem Feedback stellte ein Kandidat die Gegenfrage: „Woran knabbert denn eure Organisation gerade? Was ist eine aktuelle Baustelle?“ Für Hinterecker ein starkes Signal: „Weil es Mut erfordert, so etwas zu fragen.“

Authentizität schlägt Perfektion

Der Schlüssel zum Erfolg liegt letztlich in der Balance zwischen guter Vorbereitung und authentischem Auftreten. Wer sich selbst und das Unternehmen kennt, kann überzeugende Antworten geben und die richtigen Fragen stellen – ohne dabei verkrampft zu wirken.

Hintereckers Rat lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Seid ehrlich zu euch selbst, bevor ihr versucht, andere zu überzeugen. Denn wer nur gefallen will, überzeugt am Ende niemanden.

Quelle: Business Insider

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