Work & Winning Studie zeigt: Jeder dritte Einstiegsjob fällt seit ChatGPT weg – Berufseinstieg in der KI-Ära wird zur Herausforderung

Studie zeigt: Jeder dritte Einstiegsjob fällt seit ChatGPT weg – Berufseinstieg in der KI-Ära wird zur Herausforderung

Mehr Wettbewerb, höhere Gehälter

Der Gesamtarbeitsmarkt zeigt ein gemischtes Bild. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen sank im Mai geringfügig um 0,51 Prozent auf 858.465 Positionen. Im Jahresvergleich steht jedoch ein leichtes Plus von 0,49 Prozent. Bemerkenswert entwickeln sich die Gehälter: Sie steigen bereits den zwölften Monat in Folge und erreichen durchschnittlich 42.403 Pfund – ein Anstieg von 9,38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Wettbewerbssituation verschärft sich leicht: Pro Stelle bewerben sich nun 2,02 Kandidaten, verglichen mit 1,98 im April. Gleichzeitig verkürzen sich die Einstellungszeiten auf durchschnittlich 35,8 Tage – ein Zeichen für einen effizienteren, aber auch anspruchsvolleren Rekrutierungsprozess.

Die Zukunft gehört den Spezialisten

Die Transformation des Arbeitsmarktes durch KI wird sich in den kommenden Jahren noch intensivieren. Für Berufseinsteiger bedeutet dies: Standardisierte Einstiegspositionen werden weiter verschwinden, während hochspezialisierte Rollen an Bedeutung gewinnen. Die Konsequenz ist eine wachsende Qualifikationslücke zwischen dem, was Bildungseinrichtungen vermitteln, und dem, was der Arbeitsmarkt fordert.

Andrew Hunter, Mitbegründer von Adzuna, sieht trotz der Herausforderungen Anzeichen einer Erholung. Nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit jährlichem Stellenwachstum zeichne sich eine Trendwende ab. Die steigenden Gehälter, deutlich über der Inflationsrate, unterstützen diese Einschätzung.

Für die Generation der Berufseinsteiger wird der Weg ins Arbeitsleben jedoch steiniger. Wer in dieser neuen Realität bestehen will, muss frühzeitig auf Spezialisierung und kontinuierliche Weiterbildung setzen – und Kompetenzen entwickeln, die selbst die cleverste KI nicht ersetzen kann.

Häufig gestellte Fragen zum Thema „KI und Arbeitsmarkt“

Welche Einstiegsjobs sind besonders von KI-Automatisierung betroffen?

Besonders betroffen sind Positionen mit hohem Anteil an standardisierbaren Aufgaben wie Datenanalyse, Content-Erstellung und administrative Tätigkeiten. Diese Bereiche, die traditionell Einstiegsmöglichkeiten boten, werden zunehmend durch KI-Tools wie ChatGPT automatisiert.

Gibt es Branchen, die trotz KI-Entwicklung mehr Berufseinsteiger einstellen?

Ja, besonders in den Bereichen Logistik, Kreativ und Design sowie im Gastgewerbe zeigen sich positive Entwicklungen. Auch spezialisierte Tech-Positionen bleiben gefragt, allerdings mit höheren Anforderungen an spezifische Fachkenntnisse.

Wie können sich Berufseinsteiger auf den KI-geprägten Arbeitsmarkt vorbereiten?

Entscheidend ist der Fokus auf Fähigkeiten, die KI-Systeme ergänzen statt konkurrieren. Dazu gehören kreatives Denken, komplexe Problemlösung, emotionale Intelligenz und spezialisiertes Fachwissen. Zudem wird die Fähigkeit, mit KI-Tools effektiv zusammenzuarbeiten, zunehmend wichtiger.

Quelle: UK Job Market Report der Jobplattform Adzuna, trendingtopics

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