Work & Winning Weniger arbeiten, mehr leben: So funktioniert Downshifting wirklich

Weniger arbeiten, mehr leben: So funktioniert Downshifting wirklich

Privileg statt Universallösung

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Downshifting ist ein Privileg. Menschen mit niedrigem Einkommen können es sich schlicht nicht leisten, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Sie sind auf jede Arbeitsstunde angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Das Konzept bleibt damit vor allem einer finanziell abgesicherten Mittel- und Oberschicht vorbehalten – ein Aspekt, der in der Downshifting-Literatur oft unterschlagen wird.

Der Realitätscheck: So gelingt der Gang zurück

Wer mit dem Gedanken spielt, beruflich zurückzuschalten, sollte drei zentrale Faktoren berücksichtigen:

1. Finanzielle Tragfähigkeit: Eine schonungslose Analyse der eigenen Finanzen ist unerlässlich. Können die Lebenshaltungskosten auch mit reduziertem Einkommen gedeckt werden? Welche Ausgaben lassen sich streichen? Experten empfehlen, vor dem Downshifting einen detaillierten Finanzplan zu erstellen und idealerweise finanzielle Puffer aufzubauen.

2. Klare Zielsetzung: Die Bandbreite reicht von der Vier-Tage-Woche über ein Sabbatical bis hin zum kompletten Berufswechsel. Entscheidend ist eine präzise Vorstellung davon, wie das eigene Downshifting aussehen soll. Nur so lassen sich konkrete Schritte planen und umsetzen.

3. Kommunikation: Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie das Vorhaben kommuniziert wird – sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Partner, Familie und nicht zuletzt Vorgesetzte sollten frühzeitig eingebunden werden. Besonders im Job empfiehlt sich eine Strategie, die den Mehrwert auch für den Arbeitgeber herausstellt, etwa durch gesteigerte Produktivität oder Loyalität.

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