TV-Flop: Maschmeyers „Start Up!“ wird aus dem Programm genommen

Nicht mal ein Shitstorm in eigener Sache konnte Carsten Maschmeyers Gründer-Show „Start up!“ retten: Nach nur vier Folgen setzt Sat. 1, die – zumindest in der Umgebung unserer Berliner Redaktion – massiv beworbene Show, in der Tüftler und Gründer um ein Investment von 1 Mio. Euro durch Maschmeyer buhlten, ab. Nach einem eher mauen Start der Premierenfolge mit 1,09 Millionen Zuschauer, sackte die Quote bereits zur zweiten Folge rasant ab und entsprach einem nahezu desaströsen Marktanteil von 5,5 Prozent. Folge drei unterbot diesen Wert erneut mit 4,3 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen, darum nun also das Aus der ursprünglich auf acht Folgen ausgelegten Show.

Gründerschule für die Masse

Mit „Start Up!“ wollte Maschmeyer mehr als das übliche Pitchtainment von „DHDL“ – wo er ebenfalls nach vielversprechenden Investments Ausschau hält – und anderen Startup-Shows bieten. Nämlich eine Art Gründerschule, die der breiten Sat.1-Masse erklären sollte, wie die Sache mit dem Gründen einer Firma funktioniert, indem der ganze Prozess einmal durchgespielt wird und dabei das Publikum nach dem vertrauten Muster von Casting-Shows gut unterhält. Donald Trump hat seine Show zum Medienstar gemacht und auch ein bisschen geholfen, den Weg ins Weiße Haus zu ebnen. Im Fall von „Start Up!“ ging die Formel nun also nicht auf. In diesem Sinne, frei nach dem US-Vorbild zum deutschen Milliardär: “You‘re fired.”


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