Uber reicht Patent für die Erkennung von betrunkenen Fahrgästen ein

Was sich erstmal als schlechter Witz liest, soll tatsächlich ernst gemeint sein: Uber hat ein Patent zur Erkennung von betrunkenen Fahrgästen eingereicht. Wie CNN berichtete, arbeitet der Fahrdienstleister schon seit längerer Zeit an diesem waghalsigen, ja zweifelhaften Versuch. Mithilfe von künstlicher Intelligenz will Uber an der Smartphone-Nutzung seiner Kunden erkennen, ob die Person nüchtern ist oder eben nicht.

Tracking to the Max

Den Pegel will die Software unter anderem daran erkennen, wie treffsicher ein Kunde die Buttons und Links klickt, wie schnell er oder sie sich fortbewegt and wie lange die gesamte Anfrage dauert. Außerdem soll die Tageszeit eine Rolle spielen. Jemand, der Samstagnacht ewig von A nach B torkelt, ganz schön lange für seine Uber-Anfrage benötigt und sich tausendmal verklickt dabei – der oder sie soll nach der Uber-KI bereits dem Alkoholrausch erlegen sein. Die Konsequenz für das Unternehmen: Es werden Fahrer gerufen, die mit betrunkenen (und oftmals leicht sehr gereizten) Kunden Erfahrungen haben. Die Fahrer könnten dafür ein höheres Preisgeld verlangen.

Was aus dem Patentantrag wird ist noch unklar. Die Entscheidung steht aus. Aber selbst, wenn Uber den Zuschlag bekommen sollte – würde der Taxi-Dienst die Software tatsächlich in seine App integrieren und diese in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, anwenden? Und: Wären die Kunden mit dieser neuen Qualität des Trackings d’accord? Fragen über Fragen. Uber bleibt im Gespräch, mal wieder mit höchst kontroversen Schlagzeilen.


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