Robot Lawyer: Chatbot hilft Flüchtlingen beim Ausfüllen ihrer Asylanträge

Wie kompliziert es manchmal sein kann Behördenformulare auszufüllen, wissen wir aus eigener Erfahrung. Wie schwer muss es erst für Menschen sein, die aus einem anderen Land zu uns gekommen und nicht der Sprache mächtig sind – so zum Beispiel für Geflüchtete? Um sich diesem Problem anzunehmen, wurde ein Chatbot entwickelt, der Flüchtlingen beim Ausfüllen von Formularen für ihre Asylanträge behilflich sein soll.

Chatbot begleitet Flüchtlinge durch den Antragsprozess

Entwickelt wurde der Chatbot von Joshua Browder, einem Stanford-Student, der bereits mit “DoNotPay“ ein ähnliches Programm etabliert hatte – damals ging es allerdings darum, Betroffenen von fälschlich ausgestellten Strafzetteln beim Einspruch einlegen behilflich zu sein. Jetzt kümmert sich Browder also um Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten und sich mit Behördenformularen und der Amtssprache schwer tun. Der Chatbot soll vor allem bei komplizierten Einreiseformularen behilflich sein. Dafür stellt der Bot dem Nutzer zu Beginn einige Fragen, um herauszufinden, welches Formular überhaupt in Frage kommt. Danach arbeitet sich das Programm gemeinsam mit dem Antragsteller durch den Antragsprozess.

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Der Chatbot via Facebook-Messenger.

Der Chatbot läuft dabei über den Facebook-Messenger. Sobald ein Antrag gestellt wurde, sollen alle persönlichen Daten wieder gelöscht werden. Zurzeit gibt es den “Robot Lawyer“ für die Länder USA, Kanada und Großbritannien. Der 20-jährige Browder arbeitet jedoch schon an einer Weiterentwicklung, indem er das Ganze in arabischer Sprache anbieten möchte.

 


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