Wie es wirklich war: Die Story hinter dem viralen Werbeplakat eines britischen Pubs

Die Arbeit eines Designers sorgte diese Woche für jede Menge Aufsehen im Netz. Dave Blackhurst bekam von Tom Hughes, dem Besitzer des Friars Pub in Bridgnorth UK, die Anfrage, ob er ein Werbeplakat für die Konzertabende entwerfen könne. Für Dave Blackhurst kein Problem. Nach wenigen Tagen lieferte er Hughes ein Ergebnis: Ein Werbeplakat, das die Textnachrichten zwischen dem Designer und dem Auftraggeber zeigt. Period.

Das Werbeplakat ging viral und schnell setzte sich im Netz die Meinung durch, dass es sich hierbei um einen sehr faulen Kreativen handeln muss. Messaging-Dialog einfach per Copy & Paste auf das Plakat übertragen – zack, fertig: Außenwerbung. Wie sich jetzt aber herausstellte, hat das Ergebnis weniger mit der Faulheit, sondern vielmehr mit der Genialität von Blackhurst zu tun. Wie das Lokalblatt Shropshire Star berichtete, besitzt der Designer nämlich nicht mal ein iPhone.

Die Geschichte hinter der Geschichte

Blackhurst ist schon seit Jahren Stammgast im Friars und entwarf bereits letztes Jahr Werbeplakate für die dortigen Musikabende. Damals aber noch ganz nach Standard: Einfach Bandnamen drauf und fertig ist das Ding. Dieses Jahr wollte Blackhurst aber etwas Neues ausprobieren. Der Designer flanierte also durch die Stadt und dachte an Retro-Design aus den Dreißigern oder Sechzigern. Aber alles schonmal da gewesen – die Leute wollen den neuen Scheiß. Und plötzlich kam ihm die Konversation zwischen ihm und Hughes in den Sinn. Die Idee war schnell zu Ende gedacht, es dauerte aber dann eine Weile bis Blackhurst mithilfe von Photoshop und einem Online-Messaging-Generator das gewünschte Ergebnis hatte.

Am Ende waren alle zufrieden: Dave Blackhurst mit seiner Arbeit, Tom Hughes mit der Aufmerksamkeit und dem Zulauf – und nicht zu vergessen das Netz. Hier hatte man ein weiteres Mal im positiven Sinne die virale Sau durch das Dorf getrieben. Alle very much happy. Wir sind es auch. Also ab in den Pub und hoch die Tassen.

 


René Krempin

René Krempin hat Kultur- und Medienwissenschaften studiert und über mehrere Stationen bei Print- und Online-Medien den Weg in die Agentur gefunden. Er ist freier Autor und arbeitet bei der Agentur OSK als Online- und Social-Media-Redakteur. Mit großem Interesse verfolgt er unter anderem die Entwicklungen in der eSports-Szene. In seiner Freizeit ist er aber auch gerne analog unterwegs: mit Freunden auf dem Bolzplatz.

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