Facebook weitet AI zur Suizidbekämpfung aus

Seit März testet Facebook in den USA eine Software, mit der Suizidabsichten der Nutzer erkannt werden können. Wie Reuters nun mitteilte, soll das Programm auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen.

Mithilfe von künstlicher Intelligenz wird im größten sozialen Netzwerken der Welt nach bestimmten Ausdrücken und Aussagen gesucht, die Suizidabsichten einer Person erkennen lassen. Erkennt AI entsprechende Anzeichen, wird der betreffenden Person oder den Freunden eine Hotline oder anderweitige Informationen zur Verfügung gestellt. Außerdem verfügt Facebook über ein speziell für solche Fälle gegründetes Team. Dieses wird alarmiert, wenn die Software fündig geworden ist. Die Mitarbeiter können dann Behörden kontaktieren, um dem möglichen Suizid zuvorzukommen.

Wie Guy Rosen, Facebooks Vice President für Produktmanagement, mitteilte, liefen die bisherigen Tests in den USA erfolgreich. “Es kommt vor allem auf Schnelligkeit an. Wir müssen den Menschen in Real-Time helfen“, so Rosen. Nachdem Facebook im letzten Jahr Livestreams gelauncht hatte, kam es vereinzelt zu gewalttätigen Handlungen sowie zu Suizidversuchen. Um diese in Zukunft zu vermeiden, und schlechte PR für die Plattform abzuwenden, möchte Facebook mit diesem Erkennungsprogramm gegensteuern.

Wie Facebook mitteilte, ist die Europäische Union von den Expansionsplänen zunächst ausgeschlossen. Dies mag mit den hiesigen, vergleichsweise strengen, Datenschutzrichtlinien zusammenhängen.


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