Leadership & Karriere Zehn innovative Produkte, die die Welt im Kleinen revolutioniert haben

Zehn innovative Produkte, die die Welt im Kleinen revolutioniert haben

Innovation. Disruption. Bei diesen Begriffen kommen einem unweigerlich Namen wie Facebook, Google oder Apple in den Sinn – die üblichen Tech-Giganten aus dem Silicon Valley. Aber Erfindungen müssen nicht immer das große Ganze im Blick haben, sie können auch im Kleinen, Verborgenen den gewissen Unterschied machen. So wie Alltagsgegenstände, die wir jeden Tag ganz selbstverständlich nutzen – aber von ihren Erfindern noch nie gehört haben. Wie sagte einst Henry Ford: „Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen.“ Erfindungen müssen daher nicht immer groß und sexy sein. Hauptsache, sie verbessern das Leben der Menschen. Die folgenden Produkte haben das definitiv getan. Wir lernen: Nichts fällt einfach so vom Himmel – weder Kaffeefilter noch Post-its. Und wir lernen auch: Erfindungen sind nicht immer so leicht zuzuordnen. Manchmal sind sie einfach nur die über Jahrzehnte anhaltende Aneinanderreihung von glücklichen Zufällen.

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#Kaffeefilter
Melitta Bentz aus Dresden setzte anno 1908 zur großen Disruption beim Kaffeegenuss an. Genervt vom ewigen Kaffeesatz aus den Zähnen lesen, durchlöchert sie mit Hammer und Nagel den Boden einer Blechdose. Darauf legt sie ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres ältesten Sohnes und zack, fertig: der erste Kaffeefilter der Welt. Bentz lässt ihren Hack patentieren und gründet kurze Zeit später das Familienunternehmen Melitta.

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#Geschirrspülmaschine
Zweiundzwanzig Jahre vor Melitta Bentz‘ Geistesblitz, genauer am 28. Dezember 1886, schreitet die wohlhabende Amerikanerin Josephine Cochrane zur Tat. Sie meldet die erste Geschirrspülmaschine zum Patent an. Nachdem ihre Hausangestellten das teure Porzellan beim Abwasch immer wieder beschädigten – und es einer gut situierten Lady nicht steht, selbst das Geschirr zu waschen – konzipierte Cochrane nur wenige Jahr zuvor eine Maschine, mit deren Hilfe sie das Problem ein für alle Mal lösen sollte. Auf der Weltausstellung 1893 in ihrer Heimatstadt Chicago gelingt ihrer Geschirrspülmaschine der kommerzielle Durchbruch.

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#Kugelschreiber
Auch der ungarische Journalist Ladislao José Biro machte aus einem Alltagsproblem eine Erfindung. Als Chefredakteur beobachtete er die Rotationswalzen in der Druckerei und fragte sich: Muss Tinte immer verschmieren? Nein, muss sie nicht. Biro machte sich ans Werk und fertigte 1931 den ersten Entwurf seines Kugelschreibers. Sieben Jahre später erhielt er das Patent auf seine Erfindung. Unter den Namen “Go-Pen“ wurden die ersten Stifte ausgeliefert.

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#Post-its
Was wären unsere Büoros ohne die gelben, grünen, pinken Notizen, die an den Wänden oder auf den Tischen kleben? Zu verdanken haben wir diesen Umstand dem Amerikaner Art Fry, dem die Idee zu den Klebezetteln 1974 kam. Ständig fielen ihm seine Lesezeichen aus den Büchern. Also trug er einen besonders starken Klebestoff, den ein Kollege erfunden hatte, auf Zettel auf und die Post-its waren geboren.

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#Streichhölzer
Wer die Streichhölzer zuerst erfunden hat, ist bis heute ungeklärt. Fakt ist: Schon im alten China gab es in Schwefel getränkte Hölzchen. Das erste moderne Streichholz – so wie wir es heute kennen – wurde 1826 von dem englischen Apotheker John Walker erfunden. Per Zufall entdeckte er die zündende Kombination. Reich hat ihn die Erfindung aber nicht gemacht. Patentiert wurde das Produkt von anderen, gerissenen Geschäftsleuten.

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#Teflon
Auch diese Erfindung verdanken wir dem Zufall. 1938 experimentierte der amerikanische Chemiker Roy Plunkett mit verschiedenen Stoffen, um Kühlmittel für den Kühlschrank herzustellen. Das Ergebnis: Teflon – der hitze- und kältebeständige Kunststoff, den wir vor allem als Beschichtung in Töpfen und Pfannen kennen. 1942 erhielt Plunkett das Patent auf seine Erfindung.

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#Airbag
Der deutsche Ingenieur Walter Linderer meldete bereits 1951 einen Airbag als Patent an – der Erfindung fehlte aber noch die entscheidende Technologie, um den Airbag im Falle eines Aufpralls auszulösen. Erst in den Sechzigern begannen die großen Automarken mit der Erfindung weiter zu experimentieren – bis Mercedes Benz Ende der Achtziger das erste Auto mit einem Airbag auf die Straße schickte. Heute ist ein Auto ohne den Luftsack nicht mehr denkbar.

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#MP3
Karlheinz Brandenburg entwickelte gemeinsam mit Kollegen am Frauenhofer Institut in Erlangen in den Achtzigerjahren das MP3-Verfahren. Damit konnte man Musikdaten so komprimieren, dass sie jeder aus dem Internet laden konnte. Die Technik war revolutionär und inspirierte Firmen weltweit entsprechende Endgeräte – wie etwa den iPod – auf den Markt zu bringen. Der Erfinder lebt heute von Lizenzerlösen.

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#Thermosflasche
Wie würden wir die kalte Jahreszeit ohne diese Erfindung überleben? Die Thermosflasche ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Zu verdanken haben wir dieses Produkt dem Brandenburger Reinhold Burger. Der Glastechniker ließ sich die Thermoskanne 1903 patentieren und warb mit dem Slogan “Hält kalt und heiß, ohne Feuer und Eis“ für seine Erfindung. Der kommerzielle Erfolg blieb aber vorerst aus und so verkaufte Burger sein Patent. Das große Geld mit der Erfindung machten dann andere.

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#Champagner
Ob Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin tatsächlich den Champagner erfunden hat? Darüber herrscht bis heute Unklarheit. Schon im alten Rom schlürfte man das edle Getränk. Sicher ist: Die Französin machte den Champagner salonfähig. Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin leitete im 19. Jahrhundert mit viel Erfolg als erste Frau ein Champagnerhaus. Außerdem entwickelte sie ein Verfahren, um den Champagner schneller und in größeren Mengen produzieren zu können. Die Zeitgenossen dankten es ihr mit dem Titel “Grande Dame de Champagne“.

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