Musische Maschine: Diese KI macht dich zum Klaviergenie

Musikalische Früherziehung ist schon zu lange her, Blockflöte klang schon immer kacke und der Versuch, im Teenie-Alter ein „cooles“ Instrument zu lernen, scheiterte an spannenderen Alternativen? Wenn irgendwo ein Klavier steht, kannst du also nur – natürlich super ironisch – mit „Alle meine Entchen“ prahlen. Peinlich.

Wie gut, dass es kaum ein Problem auf der Welt gibt, für das KI nicht die Lösung bereithält. Hier heißt sie: Piano Genie. Das Piano Genie wurde von Magenta entwickelt, einem Forschungsprojekt von Wissenschaftlern aus dem Google Brain Team, das dazu forscht, wie Maschine Learning für Kunst und Musik genutzt werden kann. Statt mit allen 88 Tasten eines normalen Klaviers klarkommen zu müssen, reicht beim Piano Genie ein Controller mit acht bunten Knöpfen aus. Wir Laien können wild darauf rumhämmern und das angeschlossene Klavier macht daraus schöne Musik.

Hierfür greift ein neuronales Netzwerk auf die Aufnahmen eines internationalen Musikwettbewerbs zurück. Magenta nutzt dabei ein Netzwerk, das besonders gut darin ist, Texte oder Musik nachzuahmen. Anders als bei ähnlichen Projekten, behält der Nutzer aber selbst die Kontrolle, wie lange Noten gehalten und wie viele Stimmen gleichzeitig gespielt werden. Die Maschine entscheidet nur, welche Noten gespielt werden. So wird die menschliche Kreativität erweitert, aber nicht ersetzt. Wir werden sozusagen Klavier-Cyborgs.

In dieser Web-Version kannst du selbst ausprobieren, wie gut das funktioniert. Ob du Oma damit stolz machen kannst, bleibt aber fraglich.


Business Punk Redaktion

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