Banksy-Inspo: Fünf Dinge, die wir sofort durch den Schredder jagen würden

Vergangene Woche hat Banksy sein eigenes Kunstwerk während einer Auktion geschreddert, kurz nachdem es für knapp 1,2 Millionen Euro versteigert wurde. Sein bekanntes Werk „Girl with the Balloon“ zerstörte sich im Bilderrahmen von selbst. Damit hat der Künstler wohl einen der größten Pranks der jüngeren Kunstmarktgeschichte abgezogen.

Auf Twitter posten User jetzt, was ihrer Meinung nach auch vernichtet wurde: Da wären zum Beispiel die brasilianische Flagge, als Symbolbild für das Land. Dort wurde der rechtspopulistischen Politiker Jair Bolsonaro zum Präsidentschaftskandidaten gewählt.

Und Brett Kavanaugh wurde natürlich auch geschreddert, in Meme-Form und auch symbolisch mit einer Website.

Auch in der Arbeitswelt gibt es so einiges, das sein Ende am besten im Aktenvernichter finden sollte. Hier kommen fünf Dinge, die wir gerne durch den Schredder jagen würden. Zeit für Office-Lametta.

#Unverschämte Arbeitsverträge

Viele Mitarbeiter, die neu in ein Unternehmen kommen, müssen sich mit Konditionen zufrieden geben, die im wahrsten Sinne des Wortes ein Fall für die Tonne sind. Der Arbeitsplatz ist befristet, nicht selten nur auf ein halbes Jahr, die Bezahlung im Gegensatz zu den Anforderungen eher mau. Denn meistens hilft alles Verhandlungsgeschick nichts und man ist doch gezwungen sich unter Wert zu verkaufen, schließlich zahlt sich die Miete nicht von selbst. Achja, und Aufstiegschancen sind natürlich auch nicht drin. Wie denn auch, wenn man die erste Zeit im Unternehmen damit beschäftigt ist, die Probezeit kündigungsfrei zu überstehen.

#Mails, die uns sowieso nicht betreffen

Eine Sache, die im Office morgens, mittags, abends und im schlimmsten Fall sogar auch nach Feierabend nervt: E-Mails, die zu 99 Prozent irrelevant für uns sind, in denen man aber, aus welchen Gründen auch immer, ins CC gesetzt wurde. Sie entlocken uns nicht nur ein leicht genervtes Augenrollen, sondern stören auch den Workflow. Denn wenn wir ehrlich sind, überfliegen wir die Mails trotzdem. Zum einem aus Neugierde und zum anderen um sicher zu gehen, dass sie uns tatsächlich nicht betreffen. Das lenkt vom eigentlichen To-Do ab und ist pure Zeitverschwendung. Ab damit in den virtuellen Schredder.

#Nichts-Sagende Diagramme in Präsentationen

Jeder kennt es: Man sitzt in einem Meeting, für das man gerade eigentlich keine Zeit hat, und der Kollege hatte offensichtlich nichts Besseres zu tun, als seine Präsentation mit unnötigen Diagrammen vollzuballern. Absoluter Abturn, denn in den meisten Fällen verfehlen sie ihren Sinn. Anstatt die Dinger zu nutzen, um Key Facts zu unterstützen, komplexe Zusammenhänge oder Zahlen zu visualisieren, bringen sie viel mehr das Statement des Kollegen zum Ausdruck: „Seht her, ich kann Power-Point“. Voller Stolz gibt es noch zwei, drei schnelle Anmerkungen zu dem Diagramm und dann, bevor man sich überhaupt einen Überblick verschaffen konnte, wird die Folie auch schon wieder weggeklickt. An dieser Stelle hören wir schon das Geräusch des Aktenvernichters.

#Einladungen zu Chaos-Konferenzen

Wenn es das Arbeitsleben gut mit einem meint, wird man auch hin und wieder mal auf eine Konferenz eingeladen. Endlich kann man mal für einen Tag dem Office-Trubel entfliehen und neuen Input bekommen. Schade nur, wenn man aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre weiß, dass besagte Konferenz ein organisatorisches Chaos ist, bevor man überhaupt einen Fuß in die Location gesetzt hat: Pannels, die länger dauern als geplant und kurzfristig abgesagte Vorträge gehören zum Rahmenprogramm. Solche Einladungen würden wir am liebsten sofort durch den Schredder jagen. Trotzdem geht man seiner Pflicht nach, und lässt die Veranstaltung über sich ergehen – mit ganz vielen Drinks an der Bar und dem ein oder anderes Business-Smalltalk.

#Lästige Nachzahlungen

Als müssten wir uns im Office nicht schon genug mit unseren Arbeitsbedingungen rumschlagen, verfolgt uns das im schlimmsten Fall auch nach Hause: Mit dürftigem Gehalt kann es auch schon mal vorkommen, dass unliebsame Rechnungen ins Haus flattern – oder ins Mail-Fach. Wenn man zum Beispiel die Zahlung von Online-Bestellungen verschwitzt hat oder Schwarzfahren als Rebellion gegen das System ansieht – und der Bahn-Kontrolleur dummerweise eher weniger. Da es für derartige Post leider noch keinen Selbstzerstörungs-Mechanismus gibt, ist auch das ein Fall für die Schredder-Maschine. Auch, wenn es sich wohl nur um ein kurzes Vergnügen handelt, denn letztendlich klebt man die Schnipsel doch zusammen und überweist brav das Bußgeld. Aber hey, der kurze Augenblick ist es wert.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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