“Oh Tannenbaum“: Toom setzt zu Weihnachten auf Fair Trade

An diesem Wochenende werden sich wohl schon die ersten Menschen aufmachen, um einen Baum für das diesjährige Weihnachtsfest zu kaufen. Und dann beginnt ein langer Leidensweg: Erst wird er durch eine komische Metallkonstruktion in ein Netz gepresst, auf dem Auto festgeschnallt, nur um dann lieblos die Treppe hochgezogen zu werden. In der Wohnung wartet im Zweifel noch eine Katze, die die Tanne mit einem Kratzbaum verwechselt. Und nach ein paar Tagen Liebe landet der Baum dann auf dem Balkon oder wird direkt auf die Straße geworfen.

Diese nicht ganz so liebevolle Behandlung unserer Weihnachtsbäume hat Toom zum Hauptmotiv der diesjährigen Weihnachtskampagne gemacht. Die Message: Wenn ihr eure Bäume schon nicht fair behandelt, dann machen wenigstens wir das. Die Nordmanntannen, die man in diesem Jahr bei Toom kaufen kann, haben alle ein Fairtrade-Siegel.

Gemeinsam mit der Stiftung Fair Trees setzt sich Toom für bessere Löhne und mehr Arbeitsschutz der Erntehelfer ein. Das ist notwendig, da die Samen für die Züchtung der Weihnachtsbäume aus 30 Meter hohen Tannen in Georgien gesammelt werden. Dies geschieht bisher unter gefährlichen Bedingungen. Die dänische Stiftung versucht, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, indem die Kletterausrüstung sicherer und der Lohn angehoben wird.

Was dabei weniger im Fokus steht, ist die ökologische Nachhaltigkeit. Denn auch diese Kritik an unserem Weihnachtsbaumkonsum wird immer lauter. Wollen wir wirklich Bäume fällen, um sie ein paar Tage schön anzuschauen? Alternativen gibt es zahlreiche: Man kann Weihnachtbäume im Topf mieten, sich mit ein paar dekorierten Ästen in der Vase zufriedengeben oder einen Weihnachtsbaum aus Weinflaschen, Bierkästen oder verarbeitetem Holz selbst machen.


Business Punk Redaktion

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