Vier Boss-Eigenschaften, die wir weniger cool finden

Die Boss-Position in einem Unternehmen bringt viel Verantwortung mit sich. Dabei geht es nicht nur um die Verantwortung gegenüber dem Unternehmen, sondern vor allem auch um die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern*innen. Führungspersönlichkeiten, die zwar fachlich geeignet sind, dafür aber keinen Plan vom Umgang mit Menschen haben, gibt es – leider – schon zu Genüge. Deshalb kommen hier vier Punkte, die wir an Führungskräften weniger cool finden – und hoffen, dass sie eher heute statt morgen verschwinden.

Lieblinge

Schon zur Schulzeit gab es in jeder Klasse diesen einen*eine Schüler*in, der sich mit den Lehrern immer besser verstanden hat, als der Rest der Klasse. Doch als wäre das in der Schule nicht schon nervig genug gewesen, kommt es auch im Arbeitsleben immer wieder vor, dass einer der Kollegen*innen einen ganz besonders guten Draht zum*zur Chef*in hat – beziehungsweise: der*die Chef*in einen besonders guten Draht zu diesem Mitarbeiter. Da können deine Ideen für das Projekt noch so gut gewesen sein, die Ideen des Lieblings sind am Ende oft die Besseren. Auch wenn der Führungskraft die Selektion nach Sympathie bewusst ist, schleichen sich doch im Alltag unbewusst subjektive Bewertungen ein.

Natürlich sind Führungskräfte auch nur Menschen, aber Menschen mit einer besonderen Verantwortung aufgrund ihrer Position – und dieser sollten sie gerecht werden.

Kritik

Feedback vom Chef zu bekommen, egal ob positiv oder negativ, gehört zu einem  Arbeitsverhältnis dazu und ist für deine persönliche Weiterentwicklung wichtig. Dennoch kann es für dich durchaus beschämend sein, wenn dein*deine Chef*in dir vor versammelter Kollegschaft eine zehnminütige Standpauke über deine fehlerhafte Arbeit hält. Dabei ist das Problem nicht nur, dass du nun für die nächsten Tage das Gespött auf den Bürofluren sein wirst, sondern viel mehr, dass du den Inhalt der Kritik durch die unangenehme Situation überhaupt nicht auffassen konntest.

Besser ist es: Wenn ihr Interesse an einem konstruktiven Arbeitsumfeld habt, bewahrt eure Mitarbeiter*innen vor solchen Situationen und teilt euer Feedback lieber in einem persönlichen Mitarbeitergespräch mit.

Stehlen

Es ist schon schlimm genug, einen Chef zu haben, der deine Ideen, oder die deiner Kollegen konsequent mit den Worten „Nein, das haben wir noch nie so gemacht“ ablehnt, nur um allen zu beweisen, dass er oder sie Boss im Haus ist. Noch schlimmer wird es aber, wenn der*die Vorgesetzte dir mitteilt, dass deine Ideen Bullshit sind, nur um im nächsten großen Meeting deine Ideen als seine eigenen zu verkaufen – ziemlich dreist und kommt leider häufiger vor, als man denkt.

An alle Führungskräfte daher: Wenn eure Mitarbeiter euch von ihren tollen Ideen für das neue Projekt erzählen, dann seid stolz auf eure Zöglinge und lasst sie ihre Ideen selbst präsentieren.

Dating

Wenn dein*e Chef*in dir immer wieder Komplimente zu deinem Aussehen macht, dann kannst du das die ersten Male vielleicht noch gekonnt weglächeln. Wenn er*sie jedoch anfängt, all eure Gespräche immer wieder in die gleiche Richtung zu lenken – also Richtung Speed-Dating und Nummerntausch – dann kann das ganz schön anstrengend werden. Nicht nur, weil dein*e Chef*in vielleicht einfach nicht dein Typ ist, sondern viel mehr, weil er*sie nunmal dein*e Vorgesetzte*r ist und du durch eine Abfuhr die gute Beziehung zu ihm*ihr aufs Spiel setzen könntest. Das sollte dich allerdings nicht davon abhalten, dir Hilfe bei deinen Kollegen*innen zu suchen, solltest du dich in solch einer Lage befinden.


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