Diese zehn Fakten zeigen, wieso Europa ziemlich cool ist

Arbeit nervt und die ganze Bürokratie umso mehr? Klar. Aber meistens übersieht man das Beste, wenn man gerade im Frust drinsteckt. Europa und die damit verbundenen Regelungen können nämlich ziemlich cool sein. Wieso? Haben wir in zehn Fakten für euch zusammengefasst. Und nicht vergessen: Am 26. Mai ist Wahltag.

1. Arbeitszeitregelungen

Deutsche Bürokratie. Hach ja, in den meisten Fällen einfach meganervig, übertrieben korinthenkackerisch und teilweise echt überhaupt nicht so sinnvoll. In Europa darf man aber (eigentlich) nicht über 48 Stunden die Woche arbeiten und es ist festgelegt, dass man nach spätestens sechs Stunden eine Pause einlegen muss. Das ist das Resultat aus der sogenannten Arbeitsrichtlinie, die die EU erstellt hat und die für alle Mitgliedsstaaten gilt. Im Grund ziemlich sinnvoll, oder?

2. Sicherheit beim Einkauf

Einheitliche Sicherheitsstandards sorgen dafür, dass wir uns auf die Frische und Sauberkeit unserer Produkte verlassen können. Besonders im Lebensmittelbereich achtet Europa darauf, dass nur Gutes importiert wird und qualitativ hochwertige Ware bei uns im Supermarktregal landet. Da kann es allerdings auch passieren, dass viele Lebensmittel, die eigentlich problemlos essbar wären, noch vor unserer Ladentheke aussortiert werden.

3. Teilzeit

Teilzeit zu arbeiten ist gerade in Deutschland en vogue. Die EU setzt sich dafür ein, dass das auch rechtlich möglich wird: Das Gehalt soll schließlich auch bei einer geringeren Stundenzahl stimmen, Kündigungsfristen müssen trotzdem eingehalten werden, Urlaubsanspruch gibt’s natürlich auch. Menschen, die Teilzeit arbeiten, dürfen nicht anders behandelt werden, als Mitarbeiter in Vollzeit. Also weder besser noch schlechter.

4. Berufseinstieg

Praktikant*innen klagen in Deutschland oft darüber, dass sie ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen und dafür nicht mal mit Mindestlohn vergütet werden. Das ist tatsächlich ein schäbiges Anliegen. Trotzdem gibt es in Europa viele Möglichkeiten, die Menschen im Studium oder in Ausbildungsverhältnissen ermöglicht, mal über den Tellerrand zu schauen: Mit Erasmus kann man Auslandserfahrung sammeln oder mit Erasmus Mundus ganze Studiengänge europaweit und teilweise auch international an verschiedenen Standorten studieren.

5. Steuergerechtigkeit

Steuern sind so eine Sache. Einerseits ist es unfassbar nervig, vom Gehalt etwas abdrücken zu müssen, andererseits natürlich auch gut begründet. Europa sorgt dafür, dass niemand bei seinen Steuern betrügen kann und unterstützt damit Gleichberechtigung. Wäre ja wohl zum Haare raufen, wenn der Nachbar unbemerkt die Steuern hinterzieht, während man selbst brav Abgaben leistet. 

6. Unkomplizierte Umzüge

Innerhalb der EU umziehen oder den Job wechseln? Dank Europa kein Problem. Jeder EU-Bürger ist nicht nur einem Staat zugehörig, sondern zeitgleich auch der Europäischen Union. Das macht es möglich, ohne nervige Visa-Anträge oder Auswanderungsformalia den eigenen Standort zu wechseln.

7. Gleichstellung

Ja, da mag der ein oder andere skeptisch dreinblicken. Denn rückständig ist der deutsche Arbeitsmarkt noch immer. Frauen sind selten in Führungspositionen vertreten, Gründerinnen noch immer die Ausnahme. Grundsätzlich hat das weibliche Geschlecht auch noch deutliche Nachteile, wenn es um die Rückkehr zum Arbeitsplatz nach einer Schwangerschaft geht oder jemand alleinerziehend ist und deshalb nur Teilzeitarbeiten kann. Das Resultat: Altersarmut. So weit, so unfair. Lobend muss man aber erwähnen, dass es in Europa ein Institut für Gleichstellungsfragen gibt. Und das setzt sich dafür ein, dass Ungleichheit irgendwie in den nächsten 100 Jahren auch mal passé ist.

8. Sichtbare Werbung

Der Influencer-Markt wird größer und damit verbunden auch die Richtlinien, an die sich die guten Instagrammer halten müssen. So wird nicht nur im Fernsehen die Werbung auf eine bestimmte Zahl begrenzt, sondern auch Online darauf geachtet, dass Inhalte, die werblichen Zwecken dienen, klar gekennzeichnet werden. Bei Verstoß drohen teure Sanktionen.

9. Minderheitenschutz

Die Würde des Menschen ist unantastbar – ob schwul, lesbisch, mit Behinderung oder ethischer Minderheit zugehörig. Europa sorgt dafür, dass Minderheiten geschützt und deren Lebensqualitäten erhalten bleiben. Mit dem Anti-Diskriminierungsgesetz, oder auch Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, wird klargelegt, dass man bei Verstoß rechtliche Schritte einleiten kann und nicht hilflos dasteht.

10. Euro sei Dank

In Italien, Spanien oder Frankreich bezahlen? Kein Problem, dank dem Euro. Wer schon mal Geld umwechseln musste, der weiß, wie lästig es sein kann, ständig umzurechnen – und wie schnell man über’s Ohr gehauen wird. Die Einführung des Euros vereinte daher nicht nur die Nationen und beseitigte Schwankungsrisiken und Wechselkurskosten, sondern unterstützt uns auch darin, bei Zahlungen einen kühlen Kopf zu bewahren.

 


Business Punk Redaktion

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