Von der Sperrzone ins Shotglas: Es gibt jetzt Wodka aus Tschernobyl

Tschernobyl – der Ort, der bekannt ist für das nukleare Desaster in den 80ern, für aufkommenden Katastrophentourismus dank der HBO-Serie „Chernobyl“ und seit Neuestem vielleicht auch für Wodka. Ja, richtig gelesen: Wodka. Hinter dem Unternehmen The Chernobyl Spirit Company steckt ein Forscherteam rund um Jim Smith der Universität Portsmouth, England, das sich seit dem Unfall damit beschäftigt, wie sich das Land regeneriert.

Für die Wodka-Produktion werden Wasser und Roggen verwendet, das aus dem verlassenen Gebiet der Sperrzone kommt. Radioaktiv ist der Wodka namens Atomik Grain Spirit natürlich nicht. Durch die Destillierungsprozesse werden die Stoffe abgebaut und man erhält ein reines Produkt. Man kann den Wodka also ohne Bedenken trinken. Eine Alkoholvergiftung allein vom Produkt bekommt man jedenfalls nicht, dafür braucht es schon mehr.

Der Wodka ist das erste Produkt aus Tschernobyl, das zum Konsum und Export gedacht ist. Ein Alleinstellungsmerkmal hat er allemal. Das Forschertam erhofft sich dadurch Profit für die Menschen zu erlangen, die rund um die Sperrzone leben, und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region anzukurbeln. Na dann: Cheers!


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