Drei Tipps, wie Chef*innen die perfekte Unternehmensnachfolge finden

Irgendwann ist der letzte Kaffee ausgetrunken, das letzte Meeting mit einem motivierenden „So machen wir das!“ beendet und die letzte Hand geschüttelt. Das Unternehmen wurde lange genug geleitet und ist nun bereit für eine Nachfolge. Damit die Übergabe klappt und das Loslassen nicht ganz so schwerfällt, haben wir uns im Namen aller Chef*innen Rat bei Lioba Heinzler geholt.

Frau Heinzler ist Mentorin für Unternehmensnachfolge. Zehn Jahre lang war sie Geschäftsführerin der Partnergesellschaft „moewe – Beratung in der Arbeitswelt“. Seit 2017 leitet sie ihre eigene Unternehmensberatung. Uns hat sie ihre besten Tipps verraten, die man bei der perfekten Unternehmensnachfolge beherzigen sollte.

1. Fangt frühzeitig mit der Abgabenplanung an

„Die größte Herausforderung ist es, frühzeitig anzufangen, und zwar zehn Jahre vor dem angedachten Termin. Das ungefähre Alter, in dem das Unternehmen abgegeben werden sollte, beträgt 63 bis 65 Jahre.

Das Thema Unternehmensnachfolge ist ein strategisches Thema. Solchen Themen muss ich nicht heute machen. Das ist die Krux dabei. Es ist nicht dringlich und wird deswegen einfach geschoben. Dann wird zu spät Beratung dazu geholt oder nur der normale Steuerberater gefragt. Aber da muss auf vielen Ebenen wie Geld, Steuern, Emotionen und Belegschaft etwas passieren. Das schaffen die Wenigsten alleine ohne Begleitung.“

2. Überlegt, wer ihr ohne das Unternehmen seid

„Man kann nur loslassen, wenn man etwas attraktives Neues hat. Die Frage ist: Was mache ich im Alter von 63, 65 Jahren mit meinem Leben? Ich rate übrigens immer davon ab, einen Schritt in der eigenen Firma zurückzutreten und irgendwie noch einen Teil dort zu machen. Man sollte sich lieber überlegen, für welche Ideen man sein Knowhow noch alles verwenden möchte. Man braucht neue Herausforderungen.

Wenn Senior-Chef*innen jeden Morgen mit Junior*innen dasteht, bringen sie die Mitarbeiter*innen zudem in einen Loyalitätskonflikt. Wer hat jetzt das Sagen? Für die Mitarbeiter*innen muss klar sein, dass es neue Chef*innen gibt und die jetzt steuern.“

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