„Laura Talks“: Laura Lewandowski im Interview mit ArtNight-CEO Aimie-Sarah Carstensen

Besondere Zeiten erfordern besonders kreative Inhalte. Das hat sich auch Journalistin Laura Lewandowski gedacht und die Format-Reihe „LAURA TALKS“ gestartet, in der sie mit verschiedenen Protagonisten*innen und Stakeholder*innen über die Herausforderungen in dieser Zeit spricht.

Wir freuen uns, Content-Partner der Reihe zu sein und präsentieren euch hier die Interviews in schriftlicher Form. Wer lieber etwas auf die Ohren will, kann sich gerne die Interviews hier anhören.

Aimie, wie sehr trifft dich das Coronavirus?

Uns trifft Corona im Moment natürlich sehr stark. Als Event-Startup heißt es für uns, dass wir ordentlich nach unten gefahren sind und nach dreieinhalb Jahren wieder bei Null stehen – also keine Gäste und keine Events. Wir mussten über 3.000 Events absagen. Aber es trifft nicht nur uns, sondern auch alle Workshop-Hosts. Also Künstler, Bartender und Bäcker. Die haben nicht nur das Problem, dass sie sowieso schließen müssen, sondern auch, dass sie nun durch unsere Events nichts mehr verdienen können.

Umso wichtiger ist es, aktuell kreativ zu werden. Was sind bei euch gerade für neue Innovationen auf dem Tisch?

Das Gute war, wir haben uns immer die Worst-Case-Szenarien ausgemalt – unglücklicherweise sind alle dann auch eingetreten. Wir sind dann aber ziemlich schnell kreativ geworden und haben komplett neue Produkte aus dem Boden gestampft. Wir haben einen Online-Shop aufgemacht, wo man sich Malsets und andere Sachen bestellen kann, wir haben Online-Tutorials gedreht ohne Ende und Live-Events eingeführt, die auch digital Menschen zusammenbringen.

Überlegt ihr, das auch nach der Krise weiterzumachen?

Wir waren immer so ein wenig Anti-Online, weil wir Leute in der Realität zusammenbringen wollten. Aber wir merken jetzt natürlich, dass wir online noch viel mehr Menschen erreichen und vernetzen können. Zum Beispiel können jetzt Leute in kleineren Dörfern teilnehmen, in denen wir unsere Events vorher noch nicht anbieten konnten. Das ist total cool und wollen wir auch eigentlich beibehalten. Aber ich kann heute noch nicht sagen, wie es morgen ist. Wir werden sehen, wie es angenommen wird.

Hast du eine Morgenroutine, mit der du trotz Chaos gut und strukturiert in den Tag startest?

Ja, definitiv. Im Moment klingelt morgens um 6 Uhr der Wecker und dann gehe ich erstmal fünf Kilometer laufen. Dann komme ich nach Hause und teste verschiedene Online-Workouts, die es so gibt. Danach dusche ich heiß und kalt, dann wird gefrühstückt und um 8:30 Uhr bin ich im Wakeup-Club „Act for Happiness“, wo Leute zusammengebracht werden, um mit verschiedenen Übungen gemeinsam in den Tag zu starten. Um 9 Uhr setze ich mich dann an den Rechner und da bleibe ich dann bis spät in die Nacht.

Welches Buch kannst du empfehlen?

Ich habe gerade ein Buch gelesen, das heißt „Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben“ von Klaus Brinkbäumer und Samiha Shafy. Darin werden viele verschiedene Hundertjährige aus der ganzen Welt interviewt, die die Geheimnisse für ein glückliches, langes Leben ausplaudern. Das hat mich sehr inspiriert.

Kannst du bereits ein Learning aus der Coronakrise ziehen?

Ich beobachte, dass die Menschen sich gefühlt wieder mehr sehen. Also das man sich gegenseitig unterstützt und vielleicht einmal mehr die Menschen fragt, wie es ihnen geht. Das wichtigste Learning ist aber, dass man jeden Tag aufsteht, sein Bestes gibt und versucht, das Beste aus der Situation zu machen.


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