Leadership & Karriere Quiet Quitting – 6 Tipps, wie Unternehmen die stille Kündigung verhindern

Quiet Quitting – 6 Tipps, wie Unternehmen die stille Kündigung verhindern

In Deutschland ist die Arbeitslandschaft ordentlich in Bewegung! Eine brandneue Umfrage zeigt, dass immer mehr Deutsche darüber nachdenken, ihren Job zu wechseln. Nur noch ungefähr die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, in einem Jahr noch in derselben Position zu arbeiten.

Gallup-Umfrage enthüllt das Ausmaß von Quiet Quitting in deutschen Unternehmen

Laut einer aktuellen Untersuchung des Beratungsunternehmens Gallup, spüren die Angestellten weniger Verbundenheit und Vertrauen in die Zukunft ihres Arbeitsplatzes. Ganze 19 Prozent geben an, dass sie keine emotionale Bindung mehr zu ihrem Arbeitgebenden haben – das ist der höchste Stand seit 2012. Hochgerechnet auf alle erwerbsfähigen Erwachsenen in Deutschland sind das 7,3 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Geiste schon gekündigt haben. Gleichzeitig haben nur noch rund 40 Prozent der Befragten unerschütterliches Vertrauen in die finanzielle Zukunft ihrer Firma. Das ist ein Tiefpunkt, der sich seit einigen Jahren abzeichnet, mit Ausnahme eines kurzen Hochs zur Zeit der Corona-Pandemie.

Expertinnen und Experten bestätigen, dass die Bereitschaft zum Jobwechsel im Vergleich zu den Corona-Zeiten gestiegen ist. Doch für sie ist das eher eine Rückkehr zur Normalität vor der Pandemie. Kurz gesagt: Die Treue zur Firma schwächelt, das Vertrauen in die Zukunft zerrinnt, und der Gedanke, mal etwas Neues auszuprobieren, liegt in der Luft.

So können Arbeitgebende Quiet Quitting vorbeugen

1. Arbeitnehmende entlasten: Auch in Zeiten des Fachkräftemangels müssen Führungskräfte und Abteilungsleitungen immer ein Auge dafür haben, wie viel Arbeit auf wie viele Arbeitnehmende verteilt wird. Denn zu viele Aufgaben auf zu wenige Personen führen zu Unzufriedenheit und langfristig auch zu Quiet Quitting.

2. Die Work-Life-Balance bewahren: Es ist sinnvoll Regeln dafür aufzustellen, wie auf Nachrichten reagiert werden sollte, die nach Beginn des Feierabends reinkommen. Dafür kann in großen Unternehmen ein Rufbereitschaftssystem sinnvoll sein. Auch kann eine übereinstimmende Regelung festgelegt werden, wie Nachrichten als dringend markiert werden können. So kann die Work-Life-Balance bewahrt werden, was essenziell dafür ist, dass Mitarbeitende weiterhin im Unternehmen bleiben möchten. 

3. Zuhören und handeln: Regelmäßige Feedbackgespräche geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Raum für Verbesserungsvorschläge oder Probleme, die angegangen werden müssen, damit es gar nicht erst zum Quiet Quitting kommt.

4. Gerechte Entlohnung: Angemessene und faire Bezahlung verhindert Quiet Quitting.

5. Anerkennung ist der Schlüssel: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten sich wertgeschätzt fühlen.

6. Karrierechancen bieten: Dies kann beim Mitarbeitenden zu mehr Leidenschaft für den Job führen.

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