Jeder Platz belegt: Streichquartett spielt Konzert für 2.292 Pflanzen

Am Anfang ertönt der Hinweis, dass man doch bitte Telefone lautlos schalten und jegliche Geräusche unterlassen soll, die andere stören könnten. So weit, so normal. Altehrwürdiger Klassikkonzert-Swag eben. Doch in der Coronazeit sind Konzerte alles andere als normal. Das, was sich im Opernhaus in Barcelona abgespielt hat, gab es noch nie: Ein Streichquartett ist vor 2.292 Topfpflanzen aufgetreten.

Im Gran Teatre del Liceu hatte man jeden Platz mit einer Grünpflanze besetzt. Während die Musiker*innen auf der Bühne Puccinis „Crisantemi“ spielten, lauschten die Gewächse regungslos. Nix da mit dauerndem Räuspern, Niesen, Wispern und Stuhlgeknarze – aber auch Applaus? Um die hohe Kunst zu würdigen, wurden die Pflanzen am Ende durch Anblasen zum Rascheln gebracht. Na bitte.

Warum das alles? Einerseits feierte man die Wiedereröffnung des Opernhauses nach der Coronavirus bedingten. Andererseits warb man für einen behutsameren Umgang mit der Natur.

Nach dem Konzert wurde jede Pflanze übrigens an eine Person geschickt, die während der Coronakrise im Gesundheitsbereich gearbeitet hat.

Screenshot via Youtube |LiceuOperaBarcelona


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